Der türkische (Noch-)Nationaltrainer Fatih Terim geht juristisch gegen einige seiner Kritiker vor.

Im Anschluss an die Niederlagen gegen Kroatien und Spanien bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich hatte es im Netz besonders massive Anfeindungen und Beleidigungen gegen Terim und seine Familie gegeben, so massiv, dass man sie an dieser Stelle nicht wiedergeben kann. Wie türkische Medien berichten, hat der 62-Jährige nach dem Ausscheiden gestern Strafanzeigen gegen 21 Personen gestellt. Zudem will Terim, dass die jeweiligen Kommentare bei Twitter und Instagram, die sich gegen ihn, seine Tochter Buse und seinen Schwiegersohn Volkan Bahçekapılı gerichtet hatten, gelöscht werden.

Sein Anwalt erklärte dazu: “Kritik ist ein Recht, das allen zusteht. Wenn aber Kritik dazu genutzt wird, um ein noch nicht geborenes Enkelkind und weitere Familienmitglieder auf übelste Art und Weise zu beleidigen, dann müssen wir von Verdorbenheit und Sittenlosigkeit sprechen. Der immaterielle Schaden, der dadurch meinem Mandanten entsteht, ist nicht zu entschädigen. Zudem haben all diese Beleidigungen der schwangeren Tochter meines Mandanten gesundheitlich schwer zugesetzt.”

Ob Terim über die enttäuschende EM hinaus noch Trainer der Türkei bleiben wird, ist offen. Spekuliert wird über eine Rückkehr zu Galatasaray, wo er bereits drei Mal Trainer war.