Mihrigul Tursun, eine junge uigurische Frau (am Mikrofon), die nach eigenen Angaben ein chinesisches Internierungslager in Xinjiang überlebt hat, schilderte 2019 gegenüber Journalisten in Washington ihre Erfahrungen. Foto: Wikimedia Commons

US-Außenminister Pompeo hat an seinem letzten Tag im Amt China wegen des Vorgehens gegen die muslimische Minderheit der Uiguren des „Genozids“ beschuldigt.

„Ich habe festgelegt, dass die Volksrepublik China in Xinjiang, China, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begeht, die sich gegen uigurische Muslime und Angehörige anderer ethnischer und religiöser Minderheitengruppen richten“, teilte Mike Pompeo am Dienstag mit. „Diese Handlungen sind ein Affront gegen das chinesische Volk und gegen zivilisierte Nationen überall.“

China und die kommunistische Führung des Landes müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Der US-Außenminister scheidet heute aus dem Amt.

Blinken wird Bidens Außenminister

Genauso wie US-Präsident Donald Trump. Dieser habe richtig gelegen mit seinem harten Ansatz gegenüber China, sagte der designierte US-Außenminister Antony BlinkenDieser sieht China als zentrale Herausforderung für die US-Außenpolitik in den nächsten Jahren. Die Vereinigten Staaten müssten China „aus einer Position der Stärke gegenübertreten“, nicht aus einer Position der Schwäche. Dazu müssten die USA mit ihren Verbündeten zusammenarbeiten und dürften im internationalen Gefüge China kein Terrain überlassen.

dtj/dpa