Symbolfoto: Zu sehen sind Euro-Geldscheine mit unterschiedlichen Werten. Foto: Jens Büttner/zb/dpa

Aysun Ö. ist am Freitag vom Landgericht Hamburg zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Sie wurde vor zwei Jahren aufgehalten, als sie mit knapp 160.000 Euro in die Türkei fliegen wollte.

Die 44-Jährige soll zusammen mit ihrer drei Jahre jüngeren Schwester zwei ältere Frauen in Hamburg um ihre Ersparnisse gebracht haben, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Außerdem muss sie 56 155 Euro zur Wiedergutmachung zahlen.

Zunächst sollen Komplizen der Täterinnen eine 78-Jährige angerufen haben. Sie forderten die Seniorin auf, hohe Beträge von ihrem Konto abzuheben und der Polizei zur Aufklärung von Verbrechen zur Verfügung zu stellen. Am 21. September 2018 habe die 78-Jährige 58.745 Euro an die Angeklagte übergeben, hieß es. Diese habe sich dabei als Polizeibeamtin ausgegeben.

Auch Schwester dabei

Bei einer anderen Hamburgerin im Alter von 68 Jahren erbeuteten die beiden Schwestern am 25. Oktober 2018 mit derselben Masche sogar 100.000 Euro. Beim Versuch, das Geld in die Türkei zu bringen, wurde Ö. am Hamburger Flughafen festgenommen.

Die jüngere Schwester der Angeklagten wurde bereits rechtskräftig zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Für Ö. fiel das Urteil vom 25. September 2019 härter aus: Sie bekam dreieinhalb Jahre Haft. Ihre Revision hatte jedoch Erfolg, weil nach Feststellung des Bundesgerichtshofs eine Frist verletzt wurde. Deshalb musste eine andere Strafkammer die Sache neu verhandeln.

dpa/dtj