Die Grundsteinlegung für ein eigenes türkisches Silicon Valley (Bilişim Vadisi) ist am 26. Mai in der Nordwestprovinz Kocaeli vollzogen worden. Mindestens 5000 Forschungs- und Entwicklungsunternehmen wollen beim Bilişim Vadisi mit dabei sein, teilte der Minister für Wissenschaft, Industrie und Technologie, Fikri Işık, gegenüber Hürriyet mit.

„Mehr als 5000 Forschungs- und Entwicklungsunternehmen werden sich hier ansiedeln. Hier wird es auch Erholungs- und Sportplätze geben, soziale und Bildungseinrichtungen, die von bis zu 100.000 Angestellten genutzt werden können“, sagte Işık während der Eröffnungszeremonie, die in der Stadt Gebze, etwa 50 Kilometer östlich von Istanbul, stattfand.

Der Minister füge hinzu, dass die Türkei für das weitere Wachstum und den Wohlstand des Landes den Export von Hochtechnologieprodukten unbedingt erhöhen müsse. „Wir müssen uns auf die Gründung von Anwendungs- und Entwicklungsunternehmen konzentrieren, die neue Marken, Innovationen und  Designs hervorbringen“, so Işık. Der Minister ergänzte, dass die Türkei jetzt „vor einem neuen Aufbruch“ stehe.

Technologie und Marktforschung

In den vergangenen 13 Jahren sei der Export von Hoch- und Mitteltechnologieprodukten weltweit von 53,8 auf 64,8 Prozent am Gesamtexport gestiegen, so der Minister weiter. Zur selben Zeit sei die Anzahl der „Technologieparks“ (allgemein bekannt unter dem Begriff „Technologie- und Entwicklungszonen“), die auf ihren Arealen Hochtechnologie produzierende Firmen ansiedeln, von zwei auf 59 angestiegen, während die Anzahl der Entwicklungszentren nach Işıks Angaben auf 184 anstieg.

Des Weiteren seien in derselben Zeit 34 Technologietransferzentren, die sich mit der Erforschung des öffentlichen Interesses an bestimmten Produkten beschäftigen und wie man diese Informationen strategisch am besten nutzt, errichtet worden.