Die Windenergie wird auch in der Türkei mithilfe öffentlicher Förderung ausgebaut. Ein Ersatz wird sie jedoch auch weiterhin nicht sein können.

Heutzutage sind im Umfeld vieler Ortschaften der Türkei Windenergieanlagen zu sehen. Je mehr und je schneller sich diese Anlagen drehen, desto mehr Strom wird hergestellt. Die installierte Energieleistung der Einrichtungen, in welche investiert worden war, um der Türkei die Möglichkeit zu geben, auch die Windenergie ins System der nationalen Energieversorgung einzubauen, erreichte 2012 einen Umfang von 2260 Megawatt (MW). Am Ende des Jahres 2013 wurde eine installierte Energieleistung von 2816 MW erreicht. Die gesamte Leistung der derzeit installierten und der sich in Bau befindenden Energie beträgt ungefähr 3000 MW.

Vor einiger Zeit war der private Sektor vor allem an Wasserkraftwerken interessiert. Doch mittlerweile hat Windenergie Vorrang vor den Wasserkraftwerken erhalten. Es wird vermutet, dass bis heute insgesamt 5 bis 6 Milliarden Dollar in die Windenergie investiert wurden.

Wind ist kostenlos, aber nicht immer verfügbar

Windenergie benötigt ihrer Konzeption nach keine Kraftstoffkosten, allerdings ist die Anfangsinvestition hoch. Und, was noch wichtiger ist: Sie ist abhängig vom Wind. Wenn der Wind nicht weht, kann die Leistung fallen. Insgesamt gehe ein nicht unerheblicher Teil der produzierten Energie auf diese Weise verloren oder die Schwankungen müssten unter Einsatz konventioneller Energieträger ausgeglichen werden. Der Umwandlungsgrad in tatsächlich nutzbare Energie ist verhältnismäßig gering.

Ende 2012 wurde mit 2260 MW installierter Energieleistung eine Stromerzeugung von 5800 Millionen Kilowattstunden an den Windkraftanlagen erzeugt. 2013 wurde mit 2818 MW installierter Energieleistung an den Windkraftanlagen eine Stromerzeugung von 7400 Kilowattstunden erzeugt.

An der gesamten Stromerzeugung der Türkei im Jahr 2013 hatten die Windkraftanlagen einen Anteil von 3.1%. Die durchschnittliche Stromerzeugung der 1MW Windenergieanlagen kann ungefähr 2500 Tausend Kilowatt erreichen. Wobei der Beitrag einer installierten Energieleistung von 1 MW mit Importkohle fast dreifach so groß ist wie der Wind, ungefähr 7250 Tausend Kilowatt. Windgeneratoren brauchen im Schnitt auch etwa 8-mal mehr Stahl als beispielweise Kernkraftwerke.

Technologie erst am Anfang

Der aus verschiedenen Quellen und zu unterschiedlichen Investitions- und Produktionskosten hergestellte Strom wird schließlich innerhalb eines einzelnen Vertriebssystems an den Verbraucher geliefert.

Obwohl die mithilfe von Importkohle und Erdgas produzierenden Anlagen abhängig von den Wechselkursen sind, können ihre Kosten pro Einheit gering sein. Auch würde, so schreibt beispielsweise die „Weltwoche“, die Speicherkapazität vielerorts nicht einmal einen windschwachen Tag überbrücken können. Große Pumpspeicherwerke wie Markersbach oder Goldisthal in Deutschland mit je etwa einem Gigawatt installierter Leistung liefen nur vier beziehungsweise acht Stunden mit einer Füllung.

Doch letztendlich wird nicht zuletzt auf Grund der Höhe der bislang bereits in das Projekt „Erneuerbare Energien“ investierten Subventionen der öffentlichen Hand weiter geforscht werden, wie dieser Energieträger effizienter gestaltet werden kann, da man sich positive Umwelteinflüsse verspricht.

Die Windenergie gehört auch in anderen Ländern zu einem der bedeutenderen Faktoren im Bereich der erneuerbaren Energien. Während die in der Türkei eine installierte Energieleistung Ende des Jahres 2012 insgesamt 2800 MW umfasste, umfasste dieser Wert zur gleichen Zeit in Deutschland 29 000, in Spanien 22 000 und in Italien 5000 MW.

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