Menschen tauschen Geld in einer Wechselstube. Die türkische Währung Lira hat in diesem Jahr rund 40 Prozent ihres Wertes gegenüber dem US-Dollar verloren. Foto: Sadat/XinHua/dpa

Gegen den Kursverfall: Die türkische Notenbank hat zur Stützung der Landeswährung Lira am Devisenmarkt interveniert. Devisen wurden dort zuletzt im Jahr 2014 verkauft. Die Details.

Zum ersten Mal seit sieben Jahren habe die Notenbank Devisen verkauft, um den Kursverfall der Lira im Handel mit dem US-Dollar einzudämmen, teilte die Bank am Mittwoch mit. Die Intervention sei wegen einer „ungesunden Preisbildung“ am Markt erfolgt, hieß es in der Stellungnahme.

Die Notenbank hatte zuletzt 2014 während der Amtszeit von Erdem Başçı eine offizielle Intervention eingeleitet. Nach der Intervention konnte sich die Lira zunächst ein Stück weit von jüngsten Kursverlusten erholen.

Lira weiter auf Talfahrt

Die Währung der Türkei befindet sich schon länger auf Talfahrt, die Wirtschaft des Landes leidet darunter. Für Unmut unter Investoren und damit für weitere Abflüsse aus der Währung hatte zuletzt einmal mehr der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan gesorgt.

Er versprach in einem Interview mit dem Fernsehsender TRT bis zu den für 2023 geplanten Wahlen niedrigere Zinsen – obwohl dies nach gängiger ökonomischer Lehre die ohnehin schon hohe Inflation in der Türkei weiter antreiben dürfte.

dpa/dtj