Fotocredit: Emilio Garcia / Unsplash

Kaderplanung abgeschlossen? Türkgücü München biegt eigenen Angaben zufolge auf „die Zielgerade der Personalplanungen ein“ und verpflichtet einen erfahrenen Bundesligaprofi. Außerdem geht der Verein mit einem neuen Hauptsponsor ins Rennen.

Türkgücü München verpflichtet Philipp Erhardt vom österreichischen Bundesligisten SV Mattersburg und biegt damit „in die Zielgerade der Personalplanungen ein“, wie es in der Pressemitteilung des Klubs heißt. Der 26-jährige Mittelfeldspieler zählte in der abgelaufenen Saison mit 30 Einsätzen zur Stammelf.

Als Königstransfer gilt der 27-jährige Niederländer Tom Boere. In der vergangenen Saison lief er 21 Mal für den KFC Uerdingen auf und erzielte neun Treffer. Ebenfalls aus Krefeld stößt Torwart Rene Vollath zum Drittliga-Aufsteiger. Der 30-Jährige Keeper bringt jede Menge Erfahrung mit, unter anderem absolvierte er 43 Zweitliga-Partien für den Karlsruher SC.

Die Neuzugänge sind nicht die einzigen Unbekannten bei Türkgücü. 13 neue Spieler hat der Drittliga-Aufsteiger diesen Sommer bereits präsentiert. Auf den neuen Trainer Alexander Schmidt kommt also viel Arbeit zu.

Yayla wird neuer Trikotsponsor

Vor wenigen Tagen wurde auch ein neuer Hauptsponsor bekanntgegeben. Das türkische Lebensmittelunternehmen Yayla wird künftig die Brust des Türkgücü-Trikots zieren. „Für beide Seiten ist es eine großartige Möglichkeit, sich in der kommenden Saison gemeinsam in der gesamten Bundesrepublik zu präsentieren“, sagt Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny laut Pressemitteilung des Vereins.

Gemeinsames Ziel sei es, „den größtmöglichen sportlichen Erfolg zu erzielen und das einzigartige Projekt Türkgücü München nicht nur deutschlandweit, sondern über die Grenzen hinaus bekannt zu machen“. Qualitativ müsste der Kader in der 3. Liga bestehen können, und auch mit dem Trainer und dem neuen Sponsor scheint der Verein die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben.

Wie reagieren die Fans?

Fraglich ist, wie die deutsch-türkische Gemeinde in München das ehrgeizige Fußballprojekt nach dem Drittliga-Aufstieg annehmen wird. Die Bindung der Fans an den Verein ist schwierig, weil – Stand heute – weiterhin keine Zuschauer bei den Spielen des Vereins anwesend sein dürfen.