Der iranische Multimilliardär Babak Zandschani und zwei seiner Mitarbeiter sind wegen Unterschlagung zum Tode verurteilt worden. Das gab der iranische Generalstaatsanwalt Gholamhussein Mohseni Edzehi am Sonntag bekannt.

Zandschani soll als Führer einer Korruptions-Bande während der Präsidentschaft von Mahmud Ahmadinedschad (2005-2013) heimlich iranisches Erdöl verkauft und die Milliarden-Erlöse veruntreut haben. Er gilt als Kontaktmann von Reza Zarrab, der in der türkischen Korruptionsaffäre vom Dezember 2013 eine zentrale Rolle spielte, jedoch nicht verurteilt wurde. Die AKP verhinderte eine juristische Aufklärung und erklärte im Gegenzug der Hizmet-Bewegung den Krieg. Die Bewegung soll die Ermittlungen angeblich lanciert haben, um die Regierung zu stürzen. Die staatliche Übernahme der Zeitung Zaman steht in unmittelbarem Zusammenhang mit diesem Vernichtungsfeldzug.

Nach der Übernahme des Präsidentenamtes durch Hassan Ruhani 2013 hatten intensive Ermittlungen gegen diverse Korruptions-Banden begonnen. Dabei wurde unter anderem Sandschani festgenommen. Der Geschäftsmann stand auch auf der schwarzen Liste der USA. Er hatte mit seinen Ölverkäufen auch die damaligen internationalen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran umgangen.