Die israelische Polizei hat nach dem Brandanschlag auf eine jüdisch-arabische Schule in Jerusalem mehrere Verdächtige festgenommen. Die Ermittlungen liefen aber weiter, sagte der israelische Polizeisprecher Micky Rosenfeld am Sonntag. In der zweisprachigen Schule, die als Symbol der Koexistenz gilt, lernen jüdische und muslimische Schüler in gemischten Klassen zusammen. Dies ist in Israel ungewöhnlich, weil die Schulen sonst den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zugeordnet sind – Juden, Muslime und Christen lernen für gewöhnlich separat. An den Wänden hätten nach dem Ende November verübten Anschlag hebräische Schmierereien wie «Es gibt keine Koexistenz mit Krebs» gestanden. Die Täter hatten in einem Klassenraum der HAnd.in.Hand-Schule am 29. November Feuer gelegt.

Jerusalem: Spirale der Gewalt nimmt nicht ab

Die für Juden, Christen und Muslime heilige Stadt ist seit Monaten schon Schauplatz der Gewalt. Immer wieder kommt es im besetzten Ostteil zu Zusammenstößen zwischen israelischen Sicherheitskräften und Palästinensern. Die Ausschreitungen hatten begonnen, nachdem jüdische Extremisten einen palästinensischen Jugendlichen verschleppten und lebendig verbrannten.

Zuvor wurden im besetzten Westjordanland drei jugendliche Talmudschüler entführt und erschossen. Die Ermordung des palästinensischen Jugendlichen wird daher als Racheakt vermutet. Seither nimmt die Spirale der Gewalt kein Ende.