Likes und Shares von Vorteil bei der Arbeitssuche

Der Klout-Score ist ein Maß für die eigene Reputation im Web. In Klartext bewertet Klout, wie viele Freunde man hat, wie oft getweetet, gepostet, geliked wird, aber auch wie die Reaktionen darauf im Web sind. Anhand der Häufigkeit und Qualität der Reaktionen und Interaktionen schließt das Unternehmen auf die Beliebtheit des Nutzers im World Wide Web. Ein eigens dafür erstellter Algorithmus durchkämmt dafür sämtliche sozialen Medien und bezieht dabei 400 geheime Einzelfaktoren mit ein. Klout ist faktisch so etwas wie die erste Social-Media-Ratingagentur der Welt.

Natürlich werden viele sagen, dass ein Like oder Tweet nicht automatisch mit Einfluss gleichzusetzen ist. Das ist richtig, aber genau wie Zeugnisse und Marktberichte ist der Klout-Score eine Momentaufnahme, die ein mehr oder weniger gutes Bewertungssystem liefert. Ein potenzieller Arbeitgeber interessiert sich weniger für den angeblichen Einfluss eines Users im Web, der ohnehin nicht objektiv messbar ist, sondern für die Fähigkeit des Bewerbers, im Web Menschen mobilisieren zu können. Je größer die Fähigkeit ist, Leute zu mitzureißen, desto größer die „Social Skills“ des Bewerbers, lautet das Fazit. In den einschlägigen Netzwerken sind Meinungsbildung und fachkundige Information ohnehin eher zweitrangig.

Spitzenreiter im Klout-Score: Barack Obama und Justin Bieber

Wer heute einen Job sucht, der muss sich nicht nur darauf einstellen, dass nach ihm „gegoogelt“ wird, sondern mittlerweile auch „gekloutet“. In den USA ist der Trend schon längst bei den Unternehmen angekommen. Dort wurde schon in so manchen Stellen-Anforderungsprofilen ein Mindest-Klout-Score integriert. In Deutschland sind wir noch nicht so weit. Der Trend zeigt aber in die Richtung.

Der geringstmögliche Score ist 0 und der höchste Score 100. Der Klout-Durchschnitt liegt international bei 40. US-Präsident Barack Obama liegt gemeinsam mit Popstar Justin Bieber bei 99. Damit sind beide weltweit Spitzenreiter. In Deutschland liegt Boris Becker mit 89 ganz weit vorne. Klout ist kein einfacher Freund. Wer nichts tut, verspielt seinen Bonus. Lässt das Posten oder Twittern mal nach, bekommt man von Klout rasch einen Downgrade verpasst. Doch keine Sorge: Auch ein Wiederaufstieg in die Social-Media-Elite ist mit viel Fleiß wieder machbar.