Archivfoto: Zum Olympiateam Deutschlands in Tokio gehört auch Elena Apel. Foto: Jan Woitas/dpa

Beim Transport der Boote für die deutschen Slalomkanuten nach Tokio hat es Probleme gegeben.

„Leider hat sich die heimische und offizielle Airline des Team D nicht in der Lage gesehen, unsere Boote nach Tokio zu transportieren. So ein bisschen fader Beigeschmack bleibt da schon für uns. Wir haben uns dann selbst darum gekümmert und sind bei der Turkish Airlines gelandet“, sagte Cheftrainer Klaus Pohlen in einer Pressemitteilung am Mittwoch und betonte: „So etwas habe ich in der Organisation von Olympischen Spielen in Deutschland auch noch nicht erlebt.“

Ursprünglich sollte der Partner Lufthansa die acht Boote nach Tokio fliegen. „Die Probleme mit dem Bootstransport haben wenig bis gar nichts mit der Covid-19-Pandemie zu tun“, sagte Pohlen. „Die Eckdaten der Anreise und die Anzahl der Boote für das sogenannte Pre Games Training (PGT) und somit unsere Anreise zu den Olympischen Spielen waren dem DOSB frühzeitig bekannt.“

Jetzt über Istanbul

Dann erfolgte kurzfristig die Nachricht des DOSB mit der Absage der Lufthansa für den Bootstransport. Nun fliegen Pohlen und Kajak-Bundestrainer Thomas Apel mit den acht Booten einen Tag eher über Istanbul nach Tokio. Die Mannschaft reist wie geplant mit der Lufthansa am 6. Juli nach Japan.

Die Lufthansa sprach am Mittwoch von einem „Missverständnis“ in der Abstimmung mit dem Verband. „Da es sich bei einem Kanu allerdings um Sondergepäck handelt, kann die sichere Abwicklung des Transports nur über die Experten in diesem Bereich, die Lufthansa Cargo, erfolgen“, erklärte eine Sprecherin der Airline. Dabei unterstütze Lufthansa gerne und bedauere die Unannehmlichkeiten für die Mannschaft der Sportkanuten.

dpa/dtj