Donald Trump ist mittlerweile für seine fremdenfeindlichen Aussagen und spaltende Politik bekannt. Immer wenn man denkt, schlimmer geht es nicht, setzt er einen drauf. Kürzlich forderte er ein Einreiseverbot in die USA für alle Muslime. Dass sich aber nun selbst seine Parteikollegen von ihm distanzieren, damit hätte er womöglich nicht gerechnet.

Die stellvertretende Vorsitzende Hillary Clintons, Huma Abedin, reagiert ebenfalls. In einer E-Mail schreibt sie an Anhänger: „Ich bin stolze Muslimin, doch Sie müssen meinen Glauben nicht teilen, um meine Empörung zu teilen. Trump möchte Rassismus buchstäblich in unsere Gesetzesbücher schreiben.“ Seine Islamphobie würde nicht die amerikanischen Werte reflektieren, sondern den Ruf des Landes und sogar die nationale Sicherheit gefährden. Trump würde die Angst der Menschen nutzen, was ihm bei seiner Nominierung helfen könnte. Sie müssten bereit sein, ihn zu stoppen.

Einreiseverbot für Trump

Auch zahlreiche Nicht-Muslime bieten Trump die Stirn. Vor allem Mark Zuckerberg, der sich auf seiner Facebook-Seite mit den Muslimen solidarisiert, sorgte mit seiner Reaktion für viel Aufmerksamkeit. Als Jude hätten ihn seine Eltern so erzogen, dass man sich gegen alle Angriffe auf jegliche Gemeinden erheben sollte. Auch wenn der Angriff nicht gegen ihn selbst gerichtet sei, Angriffe auf den Frieden würden jeden treffen. „Wenn du ein Muslim bist in dieser Community, so möchte ich dich als Vorsitzender von Facebook wissen lassen, dass du hier immer willkommen bist und dass wir darum kämpfen werden, deine Rechte zu beschützen und dass wir eine friedliche und sichere Umgebung für dich errichten werden.“

I want to add my voice in support of Muslims in our community and around the world. After the Paris attacks and hate…

Posted by Mark Zuckerberg on Mittwoch, 9. Dezember 2015

Muhammad Ali, der legendäre Box-Star, der 1964 selbst zum Islam übertrat, äußerte sich am Mittwoch ebenfalls. Menschen, die versuchten, den Islam abzugrenzen, könnten noch viel vom Islam lernen. Zudem forderte er Muslime dazu auf, sich gegen radikale Dschihadisten zu erheben. „Es liegt nichts Islamisches darin, unschuldige Menschen in Paris, San Bernardino oder sonst wo auf der Welt zu töten.“

In Großbritannien ist sogar eine Petition gestartet worden, in der ein Einreiseverbot für Trump in das Vereinigte Königreich gefordert wird. Trump hatte einige Gegenden in London als derart radikalisiert bezeichnet, dass selbst Polizisten um ihr Leben fürchten müssten. Bisher haben über 410.000 Menschen unterschrieben. Die Petition sei allerdings bereits vor Trumps Äußerung, nämlich schon am 28. November, gestartet worden, heißt es in einem Interview von The Gurdian mit Suzanne Kelly, der Frau, die die Petition gestartet hatte. Bei Petitionen mit über 100.00 Unterschriften erwägt das Parlament über die Forderung zu debattieren.