Ab heute werden die Bewerbungen für das neue türkische Mega-Projekt „Çanakkale – 1915-Brücke“ entgegengenommen.

Das hat Ministerpräsident Binali Yıldırım gestern vor Medienvertretern in der türkischen Hauptstadt Ankara bekanntgegeben.

An der Konzessionsvergabe des Projektes, welches als Betreibermodell realisiert werden soll, seien vor allem japanische, chinesische und türkische Privatfirmen interessiert, betonte Yıldırım.

Die geplante Hängebrücke, welche die Dardanellen überspannen soll, ist ein Teil der ebenfalls geplanten Kınalı-Tekirdağ-Çanakkale-Balıkesir-Autobahn.

Weiter teilte Yıldırım mit, dass die Hängebrücke eine Gesamtlänge von 5169 Meter haben soll und der Abstand zwischen den beiden Hauptpfeilern 2023 Meter betragen soll. Gemessen an der Spannweite soll sie somit die längste Hängebrücke der Welt werden. Für die Fertigstellung des Projektes wird das Jahr 2023 angestrebt, der hundertste Jahrestag der Gründung der Republik Türkei.

Als Gründe für das Projekt werden eine große Zeitersparnis sowie das Fehlen einer Alternativroute zur Autobahn 5 angegeben. Durch das Projekt soll die Fahrtzeit zwischen der türkischen Ägäisregion und Europa sowie dem europäischen Teil Istanbuls verkürzt werden. Außerdem soll es die Fahrt erleichtern, etwa dadurch, dass die in der Urlaubssaison deutlich überlastete Küstenregion bei Çanakkale und Balıkesir umfahren wird. Die Dardanellen werden heute mit Fähren überquert.

Der Name der Brücke soll an die Schlacht von Gallipoli im Ersten Weltkrieg erinnern, die in der Türkei nach der Provinz benannt als „Schlacht von Çanakkale“ bekannt ist.