Archivfoto: Prof. Şahin hat sich noch nicht mit dem von seinem Unternehmen entwickelten Corona-Impfstoff impfen lassen. Foto: Andreas Arnold/dpa

Während Großbritannien gestern damit begonnen hat, den von ihn mitentwickelten Impfstoff zu verabreichen, will sich Biontech-Vorstandschef Prof. Uğur Şahin erst nach einer Zulassung in Deutschland impfen lassen.

„Wir haben ja noch keine Zulassung für Deutschland. Aber sobald sie da ist, würde ich das natürlich gerne machen“, sagte er am Dienstag in einem Interview von „RTL/ntv“. Für seine Mitarbeiter und ihn gälten keine Ausnahmen. „Auch wir halten uns an die Vorgaben, für welche Personengruppen der Impfstoff zuerst vorgesehen ist“, sagt er. Falls sie eine Möglichkeit haben, Mitarbeiter zu impfen, weil sie eine systemrelevante Arbeit leisten, dann würden sie das natürlich sehr schnell und sehr gerne machen, so Şahin.

In Großbritannien ist am Dienstag mit Corona-Impfungen begonnen worden. Die britischen Behörden hatten für den Impfstoff von Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung erteilt. Für die EU und die USA steht eine solche Zulassung noch aus. Şahin sagte, er gehe davon aus, dass das Unternehmen bis spätestens zum 30. Dezember eine Rückmeldung der Europäischen Arzneimittel-Agentur zu einer Impfstoff-Zulassung erhalte. Im Fall einer Zulassung könne es dann ganz schnell gehen: „Wir produzieren jetzt schon und haben Impfstoffe vorliegen. Im Grunde könnten wir direkt einen Tag später anfangen, auszuliefern.“

dpa/dtj

Lesen Sie hier ein Portrait über das Forscherpaar Uğur Şahin und Özlem Türeci.