Vorerst begnadigtes Fenerbahçe in Salzburg gefordert

In der Champions-League-Qualifikation hat Fenerbahçe Istanbul einen Tag nach dem vorläufigen juristischen Erfolg gegen den Europapokal-Ausschluss eine lösbare Aufgabe erhalten. Der türkische Vizemeister muss in der 3. Runde (30./31. Juli) bei Red Bull Salzburg antreten, das Rückspiel findet am 6. oder 7. August statt. Sportdirektor beim österreichischen Vizemeister ist Ralf Rangnick, in Roger Schmidt sitzt ein deutscher Trainer auf der Bank.

Die UEFA hatte „Fener“ wegen der Verwicklung in den türkischen Manipulationsskandal für zwei Jahre gesperrt. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne setzte die UEFA-Sanktionen am Donnerstag aus. Die Entscheidung um den Einzug in die Gruppenphase fällt in den Play-off-Rückspielen am 27. August, erst einen Tag später wird der CAS endgültig entscheiden, ob Fenerbahçe wie von der UEFA entschieden wegen der Verstrickungen in einen Manipulationsskandal vom Wettbewerb ausgeschlossen wird.

Ursprünglich hatte die UEFA Bursaspor als Nachrücker vorgesehen. Dass der Tabellenvierte der abgelaufenen Saison Fenerbahçe einfach als Teilnehmer an der Gruppenphase ersetzen würde, ist eher unwahrscheinlich.

Dasselbe Problem tritt in der Europa League im Fall von Beşiktaş Istanbul auf. Das Play-off-Rückspiel findet am 29. August statt, der CAS hat für den 30. August eine Entscheidung angekündigt. Auch Beşiktaş war von der UEFA im Zuge des Manipulationsskandals vom Wettbewerb ausgeschlossen worden. Der Klub ist für die Play-off-Spiele gesetzt. Diese werden für Europa und Champions League am 9. August (ab 12.00 Uhr) ausgelost.

Stuttgart gegen Mostar oder Plowdiw

Der VfB Stuttgart muss in der Europa League nach Bosnien-Herzegowina oder Bulgarien reisen. In der dritten Qualifikationsrunde trifft der Fußball-Bundesligist auf den Sieger des Zweitrunden-Duells HSK Zrinjski Mostar gegen Botew Plowdiw. Das ergab am Freitag die Auslosung am Sitz der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Nyon. Die Entscheidung zwischen Mostar und Plowdiw fällt im Rückspiel am kommenden Donnerstag, das Hinspiel in Mostar endete 1:1.

Der als DFB-Pokalfinalist qualifizierte VfB muss in der dritten Runde am 1. August zunächst reisen und spielt in der zweiten Partie am 8. August zu Hause. „Das sind Mannschaften aus zwei Ländern, für die Fußball viel bedeutet. Und beide Gegner wären für mich etwas ganz Besonderes“, sagte VfB-Sportvorstand Fredi Bobic.

Das Rückspiel wird der VfB im schwäbischen Großaspach austragen. Die Stuttgarter Arena steht am 8. August wegen der Vorbereitungen auf ein Konzert des britischen Popstars Robbie Williams nicht zur Verfügung. In den anschließenden Playoffs steigt auch Eintracht Frankfurt in die Europa League ein, der SC Freiburg stößt als dritter Bundesliga-Club in der Gruppenphase dazu. (dpa/goal.com)