Zur Weihnachtszeit nimmt man bekanntlich zu. Genauso wie beim Ramdanfest der Muslime, so ist es auch in der Weihnachtszeit Tradition, viel und ausgiebig zu kochen. Neben dem vielfältigen Weihnachtsgebäck, das bei Lebkuchen anfängt und bei den Christstollen aufhört, gibt es bereits vor Weihnachten an jedem Adventssonntag ein besonderes Gericht. Und obwohl es sich um ein und dasselbe Fest handelt, wird es in den jeweiligen Ländern anders interpretiert. Vom Nikolaus und Weihnachtsbaum angefangen bis hin zur Festplatte unterscheidet sich hier so einiges. Im Folgenden werfen wir einen Einblick in die eigenen Traditionen der weltweiten Weihnachtsfeste:

Deutschland

In Deutschland beginnt das Weihnachtsfest am 24.Dezember, dem Heiligen Abend. Je nach Familientradition werden an diesem Tag entweder Würstchen und Kartoffel gegessen und erst am Folgetag die traditionelle Gans oder umgekehrt. Je nach Familientradition wird eine gefüllte Gans neben Kartoffelknödel und Rotkohl zubereitet. Nach dem köstlichen Weihnachtsschmaus beginnt auch direkt die Bescherung. Unter dem geschmückten Weihnachtsbaum befinden sich viele Geschenke für jedes Familienmitglied. Diese werden gemeinsam ausgepackt. Nach der Bescherung gibt es meist noch Kekse und Kuchen zu Kaffee. Man schaut gemeinsam einen Film oder lässt den Abend genüsslich ausklingen. Wenn man nicht bereits am gleichen Abend in der Weihnachtsmesse war, geht man am nächsten Morgen, den 25. Dezember, in die Kirche. Danach findet ein Weihnachtsfrühstück statt. An diesen Tagen kommen meist auch Freunde zusammen und man verbringt den Tag mit der restlichen Familie oder weiteren Freunden und nicht nur mit den engsten Familienangehörigen. Danach folgt erneut ein Festessen; am 26.Dezember findet ungefähr der gleiche Ablauf statt.

England

In England kommt der Weihnachtsmann erst in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember und füllt die Strümpfe am Kamin mit Geschenken. Hier beginnt der Tag also zuerst mit dem Geschenke auspacken. Am Nachmittag wird dann das Festessen serviert. Hier kommt der bekannte Truthahn und Plumpudding auf den Tisch. Dabei handelt es sich nicht um einen gewöhnlichen Pudding, sondern um einen festen Teig, der mit Rosinen und Trockenobst gefüllt ist. Von den Engländern selbst wird er „Christmas Pudding“ genannt. In ihm versteckt man traditionell eine Münze, deren glücklicher Finder das ganze kommende Jahr mit Glück beschert werden soll. Außerdem stammt die Mistelzweigtradition ebenfalls aus England. An eine Türschwelle wird ein Mistelzweig gehangen und das Paar, das zufällig darunter steht, muss sich küssen und wird der Legende nach auch heiraten.

Italien

Auch in Italien ist Weihnachten ein Familienfest. Da die meisten der Einwohner sehr fromme Katholiken sind, spielt die Weihnachtsmesse hier eine besonders große Rolle. Man geht bereits um 24.00 Uhr in die Mitternachtsmesse und damit wir das Fest erst „eröffnet“. Anders als in anderen Ländern tut man die Geschenke nicht unter den Weihnachtsbaum, sondern eine Krippe. Allerdings findet Weihnachten hier nicht im Dezember statt, sondern am 6.Januar, dem „Dreikönigstag“, dem Tag, an dem der Legende nach die Heiligen Drei Könige in Betlehem eintrafen, um das Christkind zu beschenken. In Italien bürgerte sich die Tradition ein, dass die Geschenke nicht vom Weihnachtsmann oder Nikolaus gebracht werden, sondern von der Hexe Befana, die nur den braven Kindern Geschenke bringt. Als Festessen serviert man Huhn mit Reis, Entenleberpaté, Pasta mit Fleisch und auch wieder den Truthahn. Als Nachtisch gibt es das auch in Deutschland beliebte „Panettone“, ein Hefekuchen mit Rosinen. In Spanien besteht das Weihnachtsessen aus gefülltem Truthahn, Fisch, Krustentieren, Mandel-und Nusssuppen, Marzipan und Turron, ein Gebäck aus türkischem Honig.

Türkei

Kleine christliche Gemeinden in der Türkei beginnen ihr Weihnachtsfest ebenfalls in Messen. Die Geschäfte und Straßen sind besonders in großen Städten, wie Istanbul, weihnachtlich dekoriert. Der Weihnachtsmann heißt dort „Noel Baba“ und bringt den Kindern ihre Geschenke. Interessant ist aber, dass nicht nur Weihnachten für die türkischen Christen eine besondere Rolle spielt, sondern auch Neujahr. Daher wird der Weihnachtsbaum, der bis zum neuen Jahr im Wohnzimmer stehen darf, auch „Neuhjahrsbaum“ genannt. Außerdem beschenkt man sich auch zum neuen Jahr. Bei dem traditionellem Weihnachtsessen in der Türkei handelt es sich um einen Truthahn sowie typisch türkische Beilagen, gern und oft mit Auberginen. Als Süßspeisen verzehrt man hier dann das altbekannte Baklava sowie Turkish Delight (Lokum).

Südkorea

Interessanterweise wird auch in Südkorea Weihnachten gefeiert. Es ist das einzige asiatische Land, in dem Weihnachten ein offizieller Feiertag ist. Ganz gleich ob man zur christlichen Minderheit gehört oder nicht, hier feiern alle Weihnachten. Die Straßen und Geschäfte sind weihnachtlich geschmückt und verbreiten eine schöne Stimmung im Land. Auch hier beginnt das Fest mit der Christmesse. Anschließend werden am 25.Dezember die Geschenke ausgepackt. Wichtiger Bestandteil des Festessens sind hier getrockneter Tintenfisch sowie Maronen. Eine Spezialität ist außerdem der südkoreanische Weihnachtskuchen. Dieser besteht zum größten Teil aus Sahne und wird sehr bunt verziert. Anders aber als in Deutschland heißt dort das „Fest der Liebe“ nicht nur Familienfest, sondern es ist eher ein Fest für Paare. Man geht meist gemeinsam aus in ein Restaurant und verbringt einen romantischen Abend, indem die Frau meist mit persönlichen Geschenken beschenkt wird.

Weihnachtsbotschaft