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CDU-Generalsekretär: „Geht nicht, dass auf dem Schulhof andere Sprachen als Deutsch gesprochen werden“

Kinderrucksäcke im Eingangsbereich einer Grundschule. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

CDU-Generalsekretär Mario Czaja hat einen verpflichtenden Deutsch-Unterricht für Kinder ohne Sprachkenntnisse vor deren Einschulung gefordert. „Wer sich nicht verständigen kann, wird nur schwer Teil unserer Gesellschaft“, sagte er.

„Kinder, die kein Deutsch sprechen, sollten vor der Einschulung verpflichtend eine Kita oder eine Vorschule mit Sprachunterricht besuchen müssen“, sagte er der „Welt“ (Mittwoch). Sprache sei der Schlüssel zur Integration. „Wer sich nicht verständigen kann, wird nur schwer Teil unserer Gesellschaft.“

In den Schulen müsse konsequent darauf geachtet werden, dass die Kinder Deutsch untereinander sprächen. Sozialarbeiter, Sprachmittler und Schulleitungen müssten dafür Sorge tragen. „Es geht nicht, dass auf den Schulhöfen andere Sprachen als Deutsch gesprochen werden“, sagte Czaja.

CDU-Spitze fordert verbindliche Sprachstand-Tests

„Ansonsten entstehen schon in den Schulen Parallelgesellschaften.“ Das CDU-Präsidium forderte im letzten Oktober verbindliche Sprachstand-Tests ab einem Alter von drei Jahren. „Der Erwerb der deutschen Sprache muss so früh wie möglich gefördert werden, insbesondere durch verbindliche, fortlaufende und standardisierte Diagnoseverfahren“, hieß es in einem Positionspapier.

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Damit jedes Kind seine Chancen nutzen könne, setze sich die CDU dafür ein, die Schulen vor allem in sozial schwierigen Lagen weiter zu stärken, heißt es in dem Papier weiter. Der Grundstein für Aufstieg durch Bildung werde schon im frühen Kindesalter gelegt. „Daher müssen die Einrichtungen der frühen Bildung zu qualitativ hochwertigen Bildungsorten weiterentwickelt werden und so einen zentralen Beitrag leisten, um Herkunft und Bildungserfolg zu entkoppeln“, schreibt die CDU-Spitze weiter.

dpa/dtj

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