„Die Unterschiede machen unsere Gesellschaft interessanter“

Am 22.09.2013 ist es so weit. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes sind bei den anstehenden Bundestagswahlen 61,8 Millionen Bundesbürger wahlberechtigt, wobei insbesondere der Anteil der Wahlberechtigten mit Migrationshintergrund diesmal eine noch größere Rolle spielen wird. Voraussetzung für eine gewissenhafte Stimmabgabe ist die ausreichende Information über die Parteienlandschaft und die jeweiligen Parteiprogramme.

Der Ruhrdialog e.V. versucht in diesem Kontext, getreu seinem Namen, mit politischen Gesprächsrunden – im Dialog zwischen Zuhörern und mit wechselnden Gästen – Menschen jeglicher Herkunft bei ihrer persönlichen politischen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Celal Fındık (li.), der Vorsitzende des Ruhrdialog e.V., bat deshalb als erste Politikerin im Rahmen dieser Dialogreihe die Bundestagsabgeordnete des Stimmkreises Essen III, MdB Petra Hinz (SPD, re.), an einer solchen Gesprächsrunde teilzunehmen. Bei der Bundestagswahl 2009 erreichte die sozialdemokratische Direktkandidatin ein Ergebnis von 38,6 % und konnte somit erneut den Wahlkreis 121 erobern.

Petra Hinz ist derzeit ordentliches Mitglied im Finanzausschuss, sowie stellvertretendes Mitglied im Haushaltsausschuss, Petitionsausschuss und Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung des Deutschen Bundestages.

Keine Schelte der Konkurrenz, sondern Darlegung des eigenen Standpunkts

Die Abgeordnete sagte zu und deshalb versammelten sich am 04.07.2013 im Ruhrturm zahlreiche Interessierte, vor allem Akademiker und Studenten, deren familiäre Wurzeln außerhalb Deutschlands liegen, um mit Frau Hinz über viele Themen wie z.B. die deutsche Medienlandschaft und die Bildungspolitik zu diskutieren. Trotz kleinerer Differenzen kam die gesamte Gesprächsrunde am Ende zu dem Ergebnis, dass sich in diesen Bereichen etwas ändern muss und in diesem Zusammenhang erläuterte Frau Hinz wichtige Punkte aus dem Parteiprogramm der SPD, dessen Aussagen helfen sollen, Peer Steinbrück ins Kanzleramt zu hieven.

Als bemerkenswert und angenehm empfanden die Gäste vor allem die Offenheit und Ehrlichkeit von Frau Hinz, die nicht über die „Konkurrenz“ herzog, sondern objektiv deutlich machte, welche Fehler gemacht wurden und dabei auch nicht vor Selbstkritik zurückschreckte. Alles in allem war es eine sehr produktive Runde, aus der jeder etwas mitnahm.

Sowohl im Einsatz gegen Rechtsextremismus als auch in der Integrationspolitik ist Petra Hinz kein unbeschriebenes Blatt. So ist die Abgeordnete Unterstützerin der Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“. Auf ihrer Internetseite äußert sie zum Thema „Integrationspolitik“, dass „Integration nur gelingen kann, wenn über das „Anderssein“ gesprochen wird. Nur so können wir erkennen, dass uns mehr eint als trennt und die Unterschiede, die es gibt, unsere Gesellschaft interessanter werden lassen und bereichern“.