Die Mutter aller Spiele in der Türkei, dem die Fans seit Wochen entgegenfiebern, findet am heutigen Abend nicht statt.

Die Partie zwischen Galatasaray und Fenerbahçe, die um 19 Uhr MEZ angepfiffen werden sollte, fällt dem Terror zum Opfer. Einen Tag nach dem Selbstmordattentat in Istanbul entschied sich das Innenministerium, das Spiel kurzfristig abzusagen. Zunächst hieß es noch, es werde ohne Zuschauer stattfinden. CNN Türk meldete dann, dass es gänzlich abgesagt und nach der Länderspielpause nachgeholt werden soll. Neben dem Derby wurde auch die Zusammenkunft der türkischen Nationalspieler in Istanbul abgesagt. Diese werden sich nun aller Voraussicht nach in Antalya treffen.

In einer ersten Erklärung hatte das Istanbuler Gouverneursamt, das seit Tagen in der Kritik steht, lediglich davon gesprochen, dass die „Sorgfalt nach den Vorfällen, die in den letzten Tagen in unserer Stadt passierten“, ausschlaggebend gewesen sei. Wenig später hieß es, dass eine konkrete Bedrohungslage bestehe. Auch die beiden Klubs hätten um die Absage gebeten.

Im Stadion von Galatasaray befanden sich bereits mehrere Tausend Zuschauer, als die Entscheidung verlautbart wurde. Rund um die Spielstätte herrschten erhöhte Sicherheitsbestimmungen. Der neue Termin soll in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden.