Auch ein Tor von Lukas Podolski hat Galatasaray Istanbul nicht vor dem schlechtesten Saisonstart seit 1987 und einer Blamage gegen den Tabellenletzten bewahrt. Die bitterste Erkenntnis lieferte der Fußball-Weltmeister danach selbst: „Mit dem Punkt müssen wir uns zufrieden geben.“ Nach dem 1:1 im eigenen Stadion gegen Mersin Idman Yurdu wartet Galatasaray weiter auf den ersten Heimsieg in der neuen Saison der türkischen Meisterschaft. Mit fünf Zählern nach vier Spieltagen weist der Rekordchampion die schlechteste Bilanz seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1987 auf.

Für Mario Gomez und Beşiktaş läuft es hingegen deutlich besser. Beim 2:0 über Stadtrivale Başaksehir glückten dem Stürmer die ersten beiden Treffer (15./62. Minute) für seinen neuen Club. „Wir müssen vor dem Tor noch abgezockter werden“, sagte Gomez, der seinen körperlichen Zustand als „gut“ bezeichnete. Beşiktaş schob sich mit dem dritten Sieg auf Platz zwei hinter Spitzenreiter Fenerbahçe, das am Sonntagabend mit 1:0 bei Kasımpaşa Istanbul gewann.

Podolski & Co. taten sich gegen die kampfstarken Gäste, die mit null Punkten und 3:9 Toren nach Istanbul gereist waren, dagegen lange Zeit schwer. Auch der erneut in der Startelf aufgebotene deutsche Nationalspieler trat in der ersten Halbzeit kaum in Erscheinung.

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Nach dem Seitenwechsel ging Mersin dann auch noch durch den Brasilianer Welliton (49.) in Führung. Im Gegenzug glich der nun auffälligere Podolski aber mit einem platzierten Flachschuss aus (50.). Wie schon in vorherigen Spielen vergab der türkische Rekordmeister zahlreiche gute Chancen zum Sieg. „Nicht genug“, schrieb Podolski am Sonntag auf Twitter und richtete den Fokus auf das Champions-League-Heimspiel am Dienstag gegen Atlético Madrid (20:45/live auf TRT).

Gegen den spanischen Topklub, der im Sommer Ex-Galatasaray-Star Arda Turan an den FC Barcelona abgab, gelang in bislang fünf Duellen bei drei Remis noch kein Sieg. Nun soll der erste her. Es wäre wichtig für den Klub und die Fans – vor allem aber für Erfolgscoach Hamza Hamzaoğlu, der in der Mannschaft nach wie vor beliebt, bei einem Misserfolg am Dienstag aber weiter unter Druck geraten dürfte – denn am Samstag steht das schwere Auswärtsspiel in Trabzon an. (dpa/dtj)