Erneuter Zwischenfall an der Grenze: In der türkischen Grenzprovinz Hatay sind am Montag Granaten aus Syrien eingeschlagen und haben eine Moschee getroffen.

Erneuter Zwischenfall an der Grenze: Eine aus Syrien abgefeuerte Rakete hat am Montag im Grenzgebiet der Türkei eine Moschee getroffen. Dabei sei in der Ortschaft Yayladağı in der türkischen Provinz Hatay eine Frau schwer verletzt worden, berichteten türkische Medien am Mittwoch. Bei der Moschee handele es sich den Berichten nach um die Hacı Bilal Moschee in Yayladağı. Eine Wand des Gebäudes stürzte durch den Granateinschlag ein. Die verletzte Frau wurde in ein staatliches Krankenhaus in Antakya gebracht.

Während des Beschuss waren den Angaben der Provinzregierung zufolge auch drei Granaten in der nahegelegenen Ortschaft Güzelyurt eingeschlagen. Ob es sich bei dem Vorfall um vorsätzlichen Beschuss auf türkisches Territorium oder um Querschläger handelt, ist nicht bekannt. Von welcher Kriegspartei die Geschosse abgefeuert wurden, ist bislang ebenfalls unbekannt.

Türkisches Militär reagiert

Die türkische Artillerie reagierte jedoch umgehend auf den Beschuss und feuerte nach dem Angriff auf Ziele in Syrien. „In Übereinstimmung mit unseren neuen militärischen Richtlinien haben unsere Artillerieeinheiten an der Grenze das Feuer auf Ziele in Syrien erwidert“, hieß es laut „Hürriyet Daily News“ in einer Stellungnahme der Provinzregierung von Hatay.

Güzelyurt liegt wenige Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. In dem bergigen Umland des syrischen Grenzortes Kasab gab es dort in den vergangenen Tagen Kämpfe zwischen Aufständischen und Truppen von Machthaber Baschar al-Assad.

In der gleichen Region schoss die türkische Luftwaffe vergangene Woche ein Kampfflugzeug des Assad-Regimes ab. Die syrische Maschine hatte nach Angaben des türkischen Militärs den türkischen Luftraum verletzt. Eine weitere Eskalation der Syrien-Krise drohte. (dtj/dpa)

 

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.