03.12.2019, Großbritannien, London: Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, begrüßt Recep Tayyip Erdoğan, Staatspräsident der Türkei, und seine Frau Emine während eines Empfangs im Buckingham Palace, vor Beginn des eigentlichen NATO-Gipfels. Bei dem Treffen der Staats- und Regierungschefs soll das 70-jährige Bestehen des Militärbündnisses gefeiert werden. Foto: Yui Mok/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Dem britischen Premierminister Boris Johnson zufolge soll das Gesprächsformat zwischen den drei europäischen Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien und der Türkei auch in Zukunft fortgesetzt werden. Das sagte er bei einer Pressekonferenz beim NATO-Gipfel am Mittwoch im englischen Watford.

Bereits am Dienstag hatte sich Johnson mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan über die Lage in dem von der Türkei besetzten Grenzgebiet in Nordsyrien ausgetauscht. Das Gesprächsformat wird als „E3 plus Türkei“ bezeichnet.

Flüchtlinge und PKK-Terror: Johnson erkennt Druck der Türkei an

„Wir erkennen den großen Druck an, dem sich die Türkei ausgesetzt sieht“, so Johnson. Dazu gehörten die vier Millionen Flüchtlinge, die das Land aufgenommen habe und die „sehr reale“ terroristische Bedrohung durch die verbotene PKK. „Was wir alle versucht haben, war, die Pläne der Türkei für die Zukunft für diesen Landstrich Nordsyriens zu verstehen“, sagte Johnson. Vermieden werden müssten Missverständnisse über die Absichten Ankaras. „Was wir beschlossen haben, ist, dass wir dieses Forum weiterhin haben und diese Gespräche fortsetzen werden.“

Im Rahmen des NATO-Gipfels hatte die Türkei u.a. ihren Widerstand gegen die Osteuropa-Pläne des Bündnisses aufgegeben.

dpa/dtj