Iran: Ahmadinedschad präsentiert Tarnkappenflugzeug

Nach Angaben des iranischen Auslandsfernsehsenders PressTV stellte der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinedschad am Samstag das im Iran entwickelte neue Kampfflugzeug der Luftwaffe vor. Die einstrahlige, einsitzige Maschine Kaher-313 verfügt iranischen Regierungsangaben zufolge über eine hochmoderne Tarnkappentechnik.

Iranische Behörden verkündeten, dass die Leistungsfähigkeit der Maschinen des Kampfjets an die der amerikanischen F-18 Hornet heranreiche, was jedoch von westlichen Militärexperten bezweifelt wird. Bislang existieren lediglich Fotos von der iranischen Maschine. Die „Iran Aviation Industries Organization“ (IAIO) soll das moderne Mehrzwegflugzeug für die iranische Luftwaffe entwickelt haben.

Der von strikten Sanktionen eingeschränkte Iran scheint massiv an der technologischen Weiterentwicklung seiner Streitkräfte zu arbeiten und bedient sich dabei zunehmend ungewöhnlicher Methoden. So berichtete das Handelsblatt bereits im Dezember 2012, dass das iranische Militär Ende 2011 eine anscheinend über iranischem Gebiet abgestürzte, unbewaffnete US-Tarnkappendrohne RQ-170 Sentinel in seinen Besitz gebracht hätte und nach eigenen Angaben nun selbst mit der Fertigung von Drohnen des in den USA entwickelten Typs ScanEagle begonnen habe.

Wachsende Sorge in Jerusalem: „Israel ist eine Insel in einem stürmischen Ozean“

Vor allem Israel verfolgt jeden eventuellen technologischen Fortschritt in den Reihen der iranischen Streitkräfte genau. Die feindlichen Beziehungen beider Länder zueinander werden sowohl durch den immer noch ungelösten Streit um das iranische Atomprogramm als auch durch wiederholte Militäraktionen Israels in der Region weiter angeheizt. Der Iran besitzt eine große Armee und zusätzlich gut ausgebildete Spezialkräfte der Revolutionsgarden, jedoch verfügt Israel über einen der modernsten und schlagkräftigsten Militärapparate der Welt. Dieser technologische Unterlegenheit versucht Teheran nun allem Anschein nach mit allen Kräften entgegenzuwirken.

Die USA werden nach Worten des israelischen Präsidenten Schimon Peres die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm beenden. „Der Iran bedroht unsere Existenz“, sagte der 89-jährige bei der Eröffnungssitzung der 19. Knesset (Parlament) am Dienstag in Jerusalem. „Die USA sind in der Lage, die iranische Bedrohung zu beenden, und ich glaube, dass US-Präsident Barack Obama entschlossen ist, dies zu tun“, zeigte sich Peres zuversichtlich.

Der israelische Präsident betonte zudem den Willen seines Landes, sich um bessere Beziehungen zu seinen Nachbarn zu bemühen, warnte aber zugleich: „Israel ist eine Insel in einem stürmischen Ozean.“ Diese Insel müsse geschützt und die „zornige See“ beruhigt werden. (dtj/dpa)