Ist die Pluralisierung der Lebensformen ein stabiler Trend?

Deutschland wird immer bunter. Damit ist nicht nur gemeint, dass die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund zugenommen hat. Hierunter sind auch die Beziehungs- und Familienformen zu verstehen, die inzwischen in unterschiedlichen Arten existieren. Es dominiert nach wie vor, dass der Mann auf die Frau seines Lebens trifft, mit der er heiratet und eine Familie gründet. Allerdings sind neben der klassischen Kernfamilie weitere Beziehungsmuster entstanden.

Gleichgeschlechtliche Lebens- und Ehegemeinschaften sind nicht nur gesellschaftliche Realität geworden, sondern sie sind auch rechtlich anerkannt. Nicht-eheliche Lebensgemeinschaften nehmen immer schneller zu. Dies gilt auch für die Alleinerziehenden. Dabei denkt man in erster Linie an Frauen, aber es gibt auch alleinerziehende Väter, die sich inzwischen verbandlich organisiert haben.

Ist die Zeit der klassischen Kleinfamilie mit Vater und Mutter sowie zwei Kindern nun also vorbei? Wird sie durch andere Lebensformen abgelöst? Grundsätzlicher lautet die Frage, ob die Pluralisierung ein Basistrend ist, der die deutsche Gesellschaft im Ganzen betrifft.

Die amtlichen Statistiken darüber lassen auf den ersten Blick zunächst die Erkenntnis zu, dass es eine Pluralisierung gibt. Sie geben keine Auskunft darüber, wann, wie stark und wo diese Pluralisierungen tatsächlich stattfindet.

Der aktuelle Chart der Woche hat genau diese Frage in den Mittelpunkt gerückt. Familiensoziologen und -forscher arbeiten seit einigen Jahren an Maßzahlen (bzw. Kennzahlen), um den Prozess der Pluralisierung besser beschreiben zu können. Eine Maßzahl ist die so genannte Entropie, die eigentlich in der Biologie und Chemie weit verbreitet ist.

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