Ein Datensatz mit persönlichen Informationen aller türkischen Bürger, die um 2008 zum Wählen registriert waren, ist im Netz aufgetaucht. Das berichtet das Portal heise.de.

Ersichtlich sind Namen, Geburtsdatum, Adressen und Vornamen der Eltern. Auch die nationale Identifikationsnummer, die jedem Bürger zugewiesen wird, ist in den Daten enthalten. Insbesondere mit diesen Nummern könnten Kriminelle im Namen der Opfer Betrug begehen.

Da die Daten, die vermutlich aus der zentralen Einwohnermeldedatenbank stammen, über acht Jahre alt sind, haben jene Bürger Glück, die nach diesem Datum umgezogen sind.

Die IP-Adresse führt nach Rumänien und zu einem isländischen Anbieter für anonymes Webhosting. Woher die Hacker allerdings tatsächlich kommen, ist unklar, genauso wie das Motiv. Der türkischen Regierung werfen die Hacker vor, die Daten nicht ausreichend verschlüsselt zu haben.

Der Leak steht auch nicht in Zusammenhang mit den „Panama Papers“, die seit Sonntag weltweit für Schlagzeilen sorgen.