Trumps Ex-Wahlkampfmanager wegen Finanzverbrechen angeklagt
US-Präsident Trumps früherer Wahlkampfmanager Paul Manafort verlässt am 30.10.2017 in Washington (USA) in einem Auto sein Zuhause in Alexandria. Manafort wird in den Ermittlungen um die Russland-Affäre angeklagt. Er stellte sich am Montagmorgen (Ortszeit) in Washington dem FBI, wie die US-Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Foto: Andrew Harnik/AP/dpa

Der frühere Wahlkampfmanager von Donald Trump, Paul Manafort, soll wegen einer Reihe von Finanzverbrechen vor Gericht gestellt werden. Die 12-Punkte-Anklagen gegen ihn und einen früheren Geschäftspartner wurden am Montag veröffentlicht. Es sind die ersten, die im Zuge der Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller in der Russland-Affäre um angebliche Einmischung Moskaus in die US-Innenpolitik erhoben wurden.

Mueller untersucht unter anderem, ob es eine Zusammenarbeit Moskaus mit dem Trump-Lager zur Beeinflussung der US-Präsidentenwahl gab, aus der Trump dann als Sieger hervorging. Die am Montag veröffentlichten Anklagen stehen zwar anscheinend nicht in direktem Zusammenhang mit diesen Untersuchungen, aber sie stellen dennoch eine Eskalation in den Ermittlungen Muellers dar.

Manafort und sein Geschäftspartner Rick Gates sollen sich unter anderem wegen des Verdachts der Verschwörung gegen die USA im Zusammenhang mit Steuerbetrug, wegen Falschaussagen und Geldwäsche verantworten. Die Anklagen beziehen sich auf den Zeitraum zwischen 2006 und 2017 und offenbar im wesentlichen auf ausländische Lobby-Geschäfte Manaforts. Damit schließen sie auch die Zeitspanne ein, in der Manafort Trumps Wahlkampfmanager war.

dpa

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