Der Vater von Aylan,dem syrischen Flüchtlingskind, das letzte Woche an einen türkischen Strand gespült wurde, hat die umstrittene Veröffentlichung des Fotos mit der Leiche befürwortet. „Alle sollen es sich ansehen, denn ich glaube, dass dank dieses Fotos meine Söhne in irgendeiner Weise den anderen Kindern Syriens helfen können“, sagte Abdullah Kurdi in einem Interview eines Netzwerks mehrerer europäischer Tageszeitungen, das in Deutschland am Mittwoch auf welt.de publiziert wurde. Er hatte auch einen anderen Sohn und seine Ehefrau verloren, als die Familie mit einem Boot versuchte, nach Europa zu fliehen.

Der Krieg in Syrien müsse so bald wie möglich enden, „denn kein Syrer wird aus seinem Land fortgehen, wenn er nicht dazu gezwungen ist“. Er hoffe, „dass sich jetzt etwas ändert, vor allem in den arabischen Ländern, wo ich nirgends Empörung über das, was mir widerfahren ist, gesehen habe“. Er bitte europäische Regierungen um finanzielle Hilfe für das syrische Volk, „die Syrer, die fliehen, und diejenigen, die bleiben“.

Auf die Frage, ob eine Mauer den „Exodus der Flüchtlinge“ stoppen könne: „Auch wenn sie an den europäischen Grenzen eine Mauer bis an den Himmel bauen, sie werden dieselben Möglichkeiten finden, um sie zu überwinden. Und sie werden es mit ihren Kindern auf dem Arm tun.“ (kna/dtj)

Drei Kinder ertranken heute in der Ägäis. Ein Bild, wozu es keine Worte mehr gibt.“Erwachsene werden in der Erde begraben –Kinder im Herzen“

Posted by DeutschTürkisches Journal on Mittwoch, 2. September 2015