Bei den Hallen-Europameisterschaften der Leichtathletik in Prag hat der 20-jährige türkische Langstreckenläufer Ali Kaya mit einer neuen Rekordzeit die 3000 Meter der Männer gewonnen.

Der 1994 als Stanley Kiprotich Mukche in Kenia geborene Läufer gewann in 7:38,42 vor dem zeitgleichen Briten Lee Emanuel und dem Norweger Henrik Ingebrigtsen, der auf 7:44,48 kam. Der bisherige Rekord wurde vom Briten Mo Farah gehalten und lag bei 7:40,17.

Ali Kaya kommentierte nach dem Lauf, er sei früh in Führung gegangen und habe danach nicht mehr zurückgeblickt. Er betonte, er liebe die Türkei und das türkische Volk. Seit drei Jahren startet Kaya in internationalen Wettbewerben für die Türkei.

„Was für mich besonders bedeutsam ist, ist, dass es mir gelungen ist, das Rennen zu gewinnen und dabei ausgerechnet einen Rekord zu brechen, den Mo Farah gehalten hatte“, erklärte Kaya. Vor einem Jahr hatte Farah bei den Europameisterschaften im 10 000-Meter-Rennen den Türken auf den letzten Metern noch überholen und auf den dritten Platz verweisen können.

Für die türkische Leichtathletik, die jüngst von massiven Dopingskandalen erschüttert worden war, ist dieser Titel besonders erfreulich. Zudem stellt Kayas Sieg die erste Goldmedaille für die Türkei in der Geschichte der Europameisterschaften dar.