Die Korruptionsermittlungen in der Türkei haben Aserbaidschans Präsidenten Alijew zu markigen Worten veranlasst.

Der Präsident Aserbaidschans, Ilham Alijew, teilte auf seinem offiziellen Twitter-Account mit, er habe der Korruption den Krieg erklärt. „Aserbaidschan darf bei Korruption und Bestechung kein Auge zudrücken“, führte Alijew seine Tweets in strengem Ton weiter. Er kündigte an, dass in den kommenden Jahren gegen Korruption und Bestechung hohe Strafen verhängt würden und Aserbaidschan darauf abziele, innerhalb von fünf Jahren zum Vorbildland im Kampf gegen die Korruption zu werden.

In Alijews aufeinanderfolgenden Tweets vom Donnerstagmorgen heißt es wie folgt: „Alle Staatsbeamten müssen auf eine solche Art und Weise arbeiten, dass sie mit reinem Register gegenüber dem Staat und dem Volk dastehen können.“

Auch die Beamten müssten sich ihrer Verantwortung bewusst sein. So mahnt der Präsident: „Ein Beamter ist der Diener des Volkes. Somit müssen sich alle Beamten bewusst sein, dass ihre Hauptbeschäftigung der Dienst am Volke ist.“

Jeder Beamte müsse seine Verantwortungen kennen und dürfe kein Bestechungsgeld annehmen. Staatsdiener, so Alijew, müssten auf eine ehrliche Art arbeiten: Bescheiden, aufrichtig und patriotisch. Mit dem Volk dürfe er sich nicht auf der gleichen Ebene sehen. In den Bereichen und Sektionen, wo er arbeite, müsse er sich Respekt verdienen und seinem Vaterland gegenüber loyal sein.

Weit hinter der Türkei in der Korruptionsbekämpfung

„Gegenüber den von der Außenwelt kommenden Einflüssen muss er abweisend sein“, twitterte Alijew weiter. Diese Prinzipien müsse ein Beamter verinnerlichen und danach handeln. „In den kommenden Jahren werden diejenigen, welche in den Erhalt von Bestechungsgeld involviert sind, sehr hart bestraft werden“, droht der Präsident.

Dass der Präsident so scharfe Maßnahmen ankündigt und so harte Worte findet, legt den Schluss nahe, dass das Land vom verkündeten Ziel noch weit entfernt sei. Dem jährlich veröffentlichten Korruptionswahrnehmungsindex der Organisation Transparency International zufolge befindet sich Aserbaidschan in der Rangliste 2013 bezüglich des Kampfes gegen Korruption unter 175 Ländern lediglich auf Platz 127. Die Türkei, die derzeit von einer Korruptionsaffäre heimgesucht wird, liegt auf Platz 53.