Der Streit zwischen der Türkei und Russland wird offenbar auch ein Nachspiel für die Justiz haben.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu Ajansı berichtet, hat Mahir Akkar, ein im Ergenekon-Prozess Angeklagter, Anzeige erstattet. Demnach soll Wladimir Putin Recep Tayyip Erdoğan beleidigt und verleumdet haben. Betroffen von der Anzeige soll auch der russische Vizeverteidigungsminister Anatoli Antonow sein.

Sie hatten Anfang des Monats behauptet, dass die Türkei und ihre Führung persönlich in den Ölhandel mit dem IS verwickelt seien. Erdoğan und auch sein Sohn Bilal bestritten diese Schilderungen vehement.

In der Anzeige heißt es:

„Es ist jedermanns demokratisches Recht, die Maßnahmen des Präsidenten unseres Landes in einem vernünftigen Ton zu kritisieren. Aber wir können niemals zulassen, dass Bürger, Politiker oder gar Präsidenten eines fremden Landes unseren Präsidenten beleidigen und verleumden. Wir müssen alles dafür tun, sie für ihre Worte zu bestrafen.“

Der Streit zwischen beiden Ländern hält seit dem Kampfjet-Abschuss vor etwa drei Wochen an.