ARCHIV: Eine EU-Flagge und eine türkische Flagge wehen am 04.10.2005 in Istanbul, Türkei, vor der Beyazit-Moschee. +++(c) dpa - Bildfunk+++

Zur Situation in der Türkei meint die spanische Zeitung «El País» am Mittwoch:

«Das bewiesene autoritäre und repressive Abdriften des Regimes von Recep Tayyip Erdoğan hat die Kandidatur für den Eintritt der Türkei in die EU nicht nur zum Thema im deutsche Wahlkampf, sondern auch auf Brüssels Korridoren gemacht. Und wie es nicht anders sein könnte, wird die Entwicklung der Ereignisse in Ankara nicht gerade positiv bewertet. (…) Aber es darf auf keinen Fall Brüssel sein, das den Beitrittsprozess stoppt. Das würde Erdoğans Opferdiskurs nur verstärken und ihm dazu dienen, das autoritäre Abdriften weiter zu verschärfen und die türkischen Demokraten zu bestrafen, denen die EU helfen muss. Die Europäische Union interessiert eine demokratische Türkei (…). Und die türkischen Demokraten müssen wissen, dass sie eine europäische Zukunft haben und die EU ihnen zur Seite steht.»

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