Trabzonspor-Spieler bejubeln gegen Legia Warschau das Führungstor. Am Ende gewannen die Türken mit 2:0.

In der Europa League läuft es für Trabzonspor. Der Süper-Lig-Fünfte siegte am Donnerstagabend zuhause gegen Legia Warschau und festigt mit dem 2:0-Erfolg die Tabellenführung in der Gruppe J. Weil Lazio Rom bei Apollon Limassol nicht über ein torloses Unentschieden hinaus kam, hat der sechsmalige türkische Meister nun zwei Punkte Vorsprung auf den italienischen Vertreter. Mit dem gestrigen Heimsieg dürfte die Mannschaft von Trainer Mustafa Akçay bereits mit einem Bein in der nächsten Runde stehen.

Janko bringt Trabzonspor in Führung

Der Gastgeber begann druckvoll und setzte dem Spiel von der ersten Minute an seinen Stempel auf. Es waren gerade einmal sieben Minuten gespielt, da trug sich Marc Janko in die Torschützenliste ein: Nach einem Zuspiel von Paulo Henrique scheiterte der Österreicher zunächst am Torwart, drückte dann jedoch im Nachsetzen den Ball über die Linie. Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit zeigte Trabzonspor, wer Herr im Hause ist. In einer einseitigen Partie im Hüseyin-Avni-Aker-Stadion versäumten es die Protagonisten des 1:0 nachzulegen – Henrique und Janko ließen einige Chancen aus – sodass sich Trabzonspor mit der knappen Führung zur Pause zufrieden geben musste.

Freistoßtor entscheidet das Spiel

Zur zweiten Spielhälfte legten die Gäste aus Polen einen Zahn zu, um noch einen Punkt mitnehmen zu können. Doch Trabzon-Torwart Onur Kıvrak war aufmerksam und ließ nichts anbrennen. Legia Warschaus Druckperiode hielt jedoch nicht allzu lange an und die Hausherren nahmen zur Schlussphase wieder das Heft in die Hand. Der Schwarzmeerklub bestimmte das Tempo und machte dann in der 82. Minute den Sack endgültig zu: Olcan Adın setzte zum Freistoß an und bezwang den etatmäßigen Ersatztorwart Wojciech Skaba, der Legias Nummer Eins Dusan Kuciak aufgrund eines Kniescheibenbruchs ersetzte. Das Freistoßtor war dann auch der Schlusspunkt in der Begegnung, die Trabzonspor verdientermaßen für sich entschied.

„Acht bis zehn Punkte könnten genügen“

Trainer Mustafa Akçay sieht nach dem 2:0-Sieg seine Mannschaft in der Pole Position der Gruppe und will in den bevorstehenden Spielen das Weiterkommen perfekt machen: „Wenn wir diesen Vorsprung wahren und von Spiel zu Spiel schauen, dann sind wir im Vorteil. Es sieht so aus, als würden uns acht bis zehn Punkte genügen, um uns für die nächste Runde zu qualifizieren. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass im Fußball alles möglich ist. Noch steht nichts fest.“