Die türkische Zentralbank hat ihre aktuellen Zahlen veröffentlicht. Demnach lag das Handelsbilanzdefizit in der Türkei bei 3,99 Milliarden Dollar. Das sind 342 Millionen Dollar mehr als im Vorjahreszeitraum. Im April lag das Defizit noch bei 2,9 Milliarden Dollar. Das gesamte Defizit ist damit für die ersten fünf Monate auf 18,55 Milliarden Dollar angestiegen. Sollte sich nichts ändern, würde das Defizit bis Jahresende sogar bis auf 44,69 Milliarden Dollar ansteigen.

Im Vergleich zu den Vorjahren wäre dies ein Erfolg. 2013 betrug das Defizit fast 100, 2014 knapp 85 Mrd. Dollar.

Den Experten sind auch diesmal Unauffälligkeiten aufgefallen. Im Mai habe es Deviseneingänge in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar ins Land gegeben, deren Quellen unbekannt sind. Seit Jahresbeginn sind die Deviseneingänge aus unbekannten Quellen damit auf 8,898 Milliarden Dollar angestiegen. „Sözcü“ titelte daher in ihrer Onlineausgabe „Rekord bei mysteriösem Geld“. Nie zuvor in der Geschichte des Landes seien in den ersten fünf Monaten so viele Devisen aus unbekannten Quellen ins Land geflossen, schrieb die Zeitung weiter.