Die Türkei hat eine weitere wichtige Entscheidung im Zusammenhang mit dem Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS; ehem. ISIS) getroffen. Außenminister hat Mevlüt Çavuşoğlu angekündigt, Ankara werde es künftig irakisch-kurdischen Kämpfern erlauben, die Grenze zu Syrien zu überschreiten, um dort bei der Zurückdrängung der Terroristen zu helfen.

In den letzten Monaten waren zehntausende Kurden aus der vom IS belagerten syrischen Grenzstadt Kobani in die Türkei geflohen. Die Türkei hatte es bis dato bewaffneten kurdischen Kämpfern verwehrt, über die Grenze nach Syrien zurückzukehren.

Die Regierung betrachtet die kurdischen Selbstverteidigungseinheiten der PYD als Verbündete der terroristischen PKK, die für zehntausende Tote in der Türkei während der vorangegangenen 30 Jahre verantwortlich war.

Beitrag der Türkei zur Anti-IS-Koalition

Mit ihrem nunmehrigen Schritt möchte die Türkei einen weiteren Beitrag im internationalen Kampf gegen den IS leisten, nachdem sie lange Zeit aus Rücksicht auf das Schicksal von 49 von den Terroristen im Juni aus der Botschaft in Mossul gekidnappten türkischen Diplomaten und ihrer Angehörigen keine Entscheidungen treffen wollte, die deren Leben gefährdet hätten.

Nur wenige Stunden vor Çavuşoğlus Ankündigung hatten die USA begonnen, aus der Luft Waffen, Munition und medizinischen Bedarf für die Verteidiger Kobanis bereitzustellen.