Der kubanische Botschafter in Ankara, Alberto Gonzales Casals, hat erklärt, dass bald mit dem Bau der ersten Moschee auf der karibischen Insel begonnen werde.

Die Diskussion um ein muslimisches Gotteshaus in seinem Land sei nicht neu, es gebe sie seit drei Jahren. Auf Kuba, das knapp 11 Mio. Einwohner zählt, leben etwa 5 000 Muslime.

Moscheeplan älter als Erdoğan-Aussagen

Im türkischen Fernsehsender NTV sagte Casals, dass die Entscheidung nichts mit den Aussagen des türkischen Präsidenten Erdoğan zu tun hätte, der vorigen Monat betont hatte, er sehe es gern, wenn auf Kuba heute eine Moschee gebaut werden würde. Gefallen waren die Bemerkungen in der Debatte um die Entdeckung Amerikas, die Erdoğan nach auf muslimische Seefahrer zurückgeht.

Zum Hintergrund der Entscheidung führte Casals aus, dass die muslimische Gemeinde in Havanna (Hauptstadt Kubas, Anm. d. Red.) vor einiger Zeit den Wunsch nach einer Moschee geäußert habe: „Wir sind ein laizistisches Land und befassen uns mit allen Wünschen der verschiedenen religiösen Gemeinden in unserem Land. Erstmals kam dieser Wunsch vor etwa drei Jahren auf. Die Muslime auf Kuba haben ein Anrecht auf eine Moschee.“ Die Türkei sei ebenfalls involviert und werde über die Religionsbehörde Diyanet beim Moscheebau behilflich sein.