Vollbesetzte Flüchtlingsboote und im Meer schwimmende Menschen sind am 15.04.2017 rund 20 Meilen vor der Küste von Libyen zu sehen. Foto: -/IUVENTA Jugend Rettet e.V./dpa

Vor der griechischen Kleininsel Kastellorizo sind am Donnerstag 26 Migranten aufgegriffen worden. Für ein neunjähriges Kind kam aber jede Hilfe zu spät. Es starb im Gesundheitszentrum der Kleininsel offenbar an Unterkühlung. Dies berichtete das griechische Staatsradio (ERT) unter Berufung auf die Küstenwache. Das Flüchtlingsboot sei wenige Meter vor einer Felseninsel nahe Kastellorizo gekentert, hieß es.

Die Besatzungen von Booten der Europäischen Grenzschutzagentur Frontex und der griechischen Küstenwache konnten fünf Menschen aus den Fluten retten. Weitere 20 Menschen konnten eine Felseninsel erreichen und wurden auch von der Küstenwache in Sicherheit ins nahegelegene Kastellorizo gebracht.  

Kastellorizo- auch als Megisti bekannt- und eine Gruppe von anderen kleineren Felseninseln mit einer Gesamtfläche von knapp zwölf Quadratkilometern liegt rund zwei Kilometer vor dem türkischen Ferienort Kas. Die nächste griechische Insel ist Rhodos. Sie liegt aber fast fünf Stunden mit der Fähre entfernt. Auf Kastellorizo leben im Sommer etwa 500 und im Winter etwa 150 Menschen. Es ist ein beliebtes Ziel für Touristen, die einsame Strände und Ruhe suchen. Seit dem 1. Januar sind aus der Türkei nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR knapp 1200 Migranten und Flüchtlinge auf den Kleininseln angekommen.

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dpa