Die Haghia Sophia in Istanbul.

Die Hagia Sophia, welche weltweit zu den wichtigsten Gebäuden sowohl für die Muslime als auch der Christenheit ist, wurde auf der vom Kulturministerium vorbereiteten Karte „Die Glaubenszentren der Türkei“ als eine Kirche dargestellt. Auf der Karte wurden die dem Islam zugehörigen Gebetsstätten grün; die jüdischen Glaubensstätte blau und die christlichen rot codiert. Doch die Hagia Sophia, welche auf der Karte als „Museum“ beschrieben wird, wurde mit der roten Farbe codiert.

Die Karte wurde 2007 von der Generaldirektion für Marketing des Kultur-und Tourismusministeriums erstellt. Dabei wurden die religiösen Stätten in allen Provinzen vorgestellt, und zwar sowohl dem Islam, dem Judentum und dem Christentum zugehörige – insgesamt 64 Glaubenszentren waren auf der Karte abgebildet.

Die Hagia Sophia wurde 1453 mit der Eroberung Istanbuls durch das Osmanische Reich unter Fatih Sultan Mehmet in eine Moschee umgewandelt. Diese historische Stätte wurde später, im Jahre 1934, durch eine Entscheidung des Ministerrats in ein Museum verwandelt.

Im Januar 2012 wurde im Rat des Petitionsausschusses eine Anregung auf die erneute Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee eingebracht. Die Anfrage befindet sich in Bearbeitung.

Zeybekçi: Hagia Sophia muss erneut für das Gebet eröffnet werden

Nihat Zeybekçi, der Vorsitzende der Kommission für Industrie und Handel und AKP-Abgeordneter für Denizli, betonte, dass die Hagia Sophia erneut für das Gebet eröffnet und zu ihrer alten Identität zurückkehren sollte.

Damit die Hagia Sophia für das Gebet wiedereröffnet werden könne, müsste man alle Komplexe loswerden. Da die Hagia Sophia ein historisches Gebäude ist, werde sie, auch wenn sie als eine Moschee wiedereröffnet werden sollte, trotzdem die Funktion eines Museums erfüllen können, meinte Zeybekçi.