Leere an der Seitenlinie: Türkgücü München sucht mal wieder einen Trainer. Foto: Sandro Schuh / Unsplash

Niederlagen und Abstiegsangst: Beim Drittligisten Türkgücü München hat die jüngste Negativserie erste Konsequenzen. Trainer Peter Hyballa muss gehen. Bricht bei dem Verein nun Panik aus?

Nach nur 64 Tagen entlässt der Drittligist Türkgücü München seinen Cheftrainer Peter Hyballa. Der aus Streaming, Podcasts und TV bekannte Fußballexperte konnte die Negativserie seiner Elf nicht stoppen und blickt nun auf fünf Niederlagen aus sieben Spielen zurück.

Von Platz 10 bei Amtsantritt auf Platz 16 in der Tabelle – das war für die Türkgücü-Verantwortlichen um Geschäftsführer Max Kothny und Investor Hasan Kıvran offenbar zu wenig. „In den kommenden Tagen werden wir uns intensive Gedanken über die Marschroute der anstehenden Wochen und Monate machen“, sagte Kothny.

Man hoffe, einen geeigneten Nachfolger präsentieren zu können, sagte Kothny. Hyballa, der mit seiner Mannschaft vor allem Auswärtsspiele (0:4 in Magdeburg, 1:2 in Würzburg; 0:1 in Meppen; und zuletzt 0:2 in Braunschweig) verlor, äußerte sich nach seiner Entlassung zunächst nicht.

Vier Trainer-Entlassungen seit Juni 2020

Mit Hyballa verschliss der Münchener Verein bereits den vierten Trainer seit dem Aufstieg in die Dritte Liga im Juni 2020. In der Vorsaison entließ der Klub Alexander Schmidt (heute Trainer von Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden) nach fünf sieglosen Spielen, als Türkgücü im sicheren Tabellen-Mittelfeld lag.

„Bei uns gibt es sehr viel türkischen Einfluss − und das ist gut so“

Indes geht bei bei Türkgücü das Abstiegsgespenst um. Außerdem plagen den Verein Geldsorgen. Hinzu kommt: Noch immer trainiert die erste Mannschaft, allesamt Vollprofis, auf einer Bezirkssportanlage, die sie sich mit unterklassigen Vereinen und Schulklassen teilen müssen.

Nun hängt einmal wieder vieles an Kivran, von dem der Verein finanziell abhängig ist. Das Wort des Investoren, bekannt für seine kurze Zündschnur, hat im Klub Gewicht. Und das Trainerkarussell dreht sich weiter.