Wenige Tage nach dem gescheiterten Putschversuch wird in der Türkei über die Wiedereinführung der Todesstrafe und ein neues Waffengesetz diskutiert.

Şeref Malkoç, einer der Chefberater von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan, sagte, dass der Weg für den legalen Erwerb von Waffen freigemacht werden müsse, damit sich die Bürger gegen mögliche künftige Putsche wehren können.

Malkoç sagte im Staatssender TRT Haber weiter: „Derzeit gibt es sehr hohe Hürden für den Waffenerwerb. Unser Innenminister wird dafür die nötigen gesetzlichen Grundlagen auf den Weg bringen.“

Bei dem Putschversuch am Freitagabend waren um die 300 Menschen in der Türkei ums Leben gekommen, darunter auch Soldaten und Sicherheitskräfte. CHP-Chef Kemal Kılıçdaroğlu forderte, dass auch Menschen, die Lynchjustiz verübt haben sollen, bestraft werden. Am Wochenende kursierten Videos und Bilder von Soldaten, denen von aufgebrachten Demonstranten die Kehlen durchgeschnitten wurden.