Turkish Airlines will zwei direkt am Bosporus gelegene osmanische Häuser künftig als Nachtquartier für VIP-Gäste nutzen.

Das Rätsel um zwei weiße Boxen am Bosporus ist gelöst: Das türkische Vorzeigeunternehmen Turkish Airlines (THY) renoviert gerade zwei am Wasser gelegene osmanische Häuser und möchte diese zu einem Sieben-Sterne-Hotel entlang des Bosporus ausbauen, wo besonders bedeutende Fluggäste Quartier finden sollen. Das Unterfangen ist Teil der Bestrebungen des Unternehmens, Istanbul als Luftfahrtdrehscheibe auszubauen.

Im nächsten Jahr soll das Luxushotel für VIP-Gäste in der am Wasser gelegenen Ortaköy-Gegend fertiggestellt werden. Die weiße Ummantelung diente anscheinend zur Restaurationsarbeiten.

Die Cateringfirma Do&Co, die zu 50% THY gehört, hat die beiden Häuser – Fehime Sultan Yalısı und Hatice Sultan Yalısı – für 25 Jahre und einen Mietzins von insgesamt 125 Millionen TL gemietet.

350 Experten arbeiten an der Renovierung

Seit Fehime Sultan Yalısı, früher 33 Jahre lang als Grundschule genutzt, 2002 niederbrannte, wurde das Areal als Parkhaus genutzt, Hatice Sultan Yalısı diente als Schwimmhalle für den Schwimmclub Istanbul. Do&Co mietete Hatice Sultan Yalısı erstmals im Jahre 2006 an.

Die in Singapur tätige Firma Aman Resorts International wollte die beiden Gebäudekomplexe für 150 Mio. US$ erwerben, das Ministerium für Kultur und Tourismus sträubte sich jedoch dagegen. Lediglich die Restaurierung und die Vermietung der Anwesen sollten erlaubt sein.

Insgesamt 350 Personen, darunter Architekten, Restaurateure, Steinmetze, Zimmerleute und Maler haben bisher zu der bis zu 100 Millionen Lira teuren Renovierung beigetragen. Die angesehene Gürsoy-Gruppe leitet die Restaurationsarbeiten.

Kunden, welche die „Sultansräume“ nutzen wollen, die mit allem Komfort von Königssuiten ausgestattet sind, sollen per Boot vom Flughafen zu den Hotels gebracht werden.