Die Lage in Syrien verschärft sich zunehmend. Die USA wollen offenbar ihre Präsenz in der Region ausbauen und wollen deswegen auch den Militärflughafen in Diyarbakır im Südosten der Türkei für ihre Operationen im Nahen Osten nutzen. Inzwischen sind zahlreiche Helikopter des Typs Pave HAWK sowie Transportflugzeuge des Typs C 130 angekommen. Auch rund 300 Militärangehörige befinden sich auf dem Militärflughafen in Diyarbakır. Von hier aus sollen bei Bedarf Rettungsaktionen starten, wenn beispielsweise die internationale Allianz gegen die Terrormiliz IS im Irak oder Syrien unter Druck gerät. Der Nato-Kommandeur in Europa Philip Breedlove gab bekannt, dass in Zukunft auch das Personal in İncirlik aufgestockt werden soll.

Inzwischen beteiligt sich auch die Türkei an den Operationen gegen die IS. Zudem hat das Land rund zwei Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen. Der stellvertretende Generalstabschef Paul Selva lobte die Türkei daher für ihr militärisches und humanitäres Engagement. Für die Flüchtlinge hat Ankara nach eigenen Angaben bislang fast 8 Milliarden Dollar ausgegeben.

Selva lobte auch, dass das Nato-Mitglied im vergangenen Jahr 18 Milliarden und damit rund 2,3 Prozent seiner Wirtschaftsleistung für Waffen ausgegeben habe. Der US-General sagte, dass das Verteidigungsbündnis 2014 ausgemacht habe, dass jedes Mitglied in Zukunft mindestens 2 Prozent seiner Wirtschaftsleistung in Waffen investiert, dieser Verpflichtung bislang jedoch nur fünf Staaten nachkommen würden, darunter auch die Türkei.

Derzeit ist das Land vor allem mit dem Kampf mit der Terrororganisation PKK beschäftigt. Die USA sehen die Operationen der Türkei als legitime Selbstverteidigung an. Bislang sind bei den Anschlägen der PKK mehr als 150 Soldaten und Polizisten getötet worden.