Ancelotti mit Fenerbahce-Präsident Aziz Yildirim

Dass Carlo Ancelotti (56) einer der besten Fußballtrainer der Welt ist, stellt niemand in Frage. Neben dem ehemaligen, mittlerweile verstorbenen Fußballtrainer des FC Liverpool, Bob Paisley, gewann Carlo Ancelotti bislang als einziger drei Mal die UEFA Champions League bzw. den Landesmeister-Pokal. Außerdem gewann er als Cheftrainer den UEFA Super Cup, die italienische Meisterschaft, den italienischen Super Cup, die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft, die englische Meisterschaft, den englischen Pokal, die französische Meisterschaft und den spanischen Pokal. Beim Fifa Ballon d’Or 2014 wurde er als einer der weltbesten drei Fußballtrainer nominiert.

Des Weiteren gehört er zu den Elite-Trainern der UEFA und hat bis heute Top-Clubs wie Juventus Turin, AC Mailand, FC Chelsea und Paris Saint-Germain trainiert. Aktuell trainiert er die Königlichen in Madrid, mit denen er auch letzte Saison die UEFA Champions League gewann. Ein bisheriger Rekord-Erfolg als Cheftrainer. Nach Jahren kommt aber ein Geständnis. Kürzlich gab er bekannt, während seiner Amtszeit als Cheftrainer beim AC Parma ein Angebot von Fenerbahçe Istanbul bekommen zu haben. Warum scheiterten die Verhandlungen?

„Wie ein feiges Huhn bat ich meine Frau, das Angebot von Fenerbahçe für mich abzulehnen“

In einem Interview mit der spanischen Sportzeitung AS schilderte Ancelotti seine Istanbul-Anekdote. „Als es in Parma nicht so gut lief, unterbreitete Fenerbahçe mir ein Angebot. Es hieß, dass ich nach Istanbul kommen und mir den Verein anschauen solle. Danach sollte ich erst meine Entscheidung treffen. Vorerst sollte niemand von diesem Angebot erfahren. Als ich mit einem privaten Flugzeug in Istanbul ankam, empfingen mich aber Tausende Fans“, so Ancelotti.

Über die Konditionen im Vertrag sagte der Star-Coach: „Bei Parma verdiente ich jährlich 550.000 Dollar, Fenerbahçe bot mir einen Drei-Jahres-Vertrag mit einem jährlichen Gehalt von einer Million Dollar an. Laut Ancelotti war Fenerbahçe bereit, bis an die Grenze des Machbaren zu gehen, aber ihm sei es dann zu aufdringlich geworden. „Sie boten mir ein Vermögen an, aber ich dachte die ganze Zeit daran, wie ich hier am besten verschwinden kann“.

Kurz vor der Abreise aus der Millionenmetropole musste Ancelotti sich entscheiden. Dazu sagte er: „Ich habe Fenerbahçe keine konkrete Antwort gegeben und flog wieder nach Italien zurück. Ich musste aber den Türken eine Antwort geben. Wie ein feiges Huhn bat ich meine Frau, das Angebot von Fenerbahçe für mich abzulehnen. Im Nachhinein war mir diese Art von Verhalten peinlich gegenüber dem Verein.“