Nach dem Einsatz während der Anschläge in Paris und in Nigeria hat Facebook seinen Sicherheits-Check auch zum Bombenanschlag in Ankara eingeschaltet. Mit dem „Safety Check“ können Facebook-Nutzer in Krisengebieten ihre Freunde beruhigen. Das Online-Netzwerk habe beschlossen, diese Funktion häufiger einzuschalten, schrieb Gründer und Chef Mark Zuckerberg zuletzt. Die Software fragt Facebook-Mitglieder bei Nutzung der Mobil-App des Netzwerks in der Nähe von Krisensituationen, ob sie in Sicherheit sind oder sich gar nicht in der betroffenen Gegend aufhalten. Die Information wird dann für ihre Facebook-Freunde sichtbar gemacht.

In Paris machten nach den Anschlägen im November nach Angaben von Facebook binnen 24 Stunden 4,1 Millionen Nutzer von der Möglichkeit Gebrauch. Das US-Unternehmen war dafür kritisiert worden, dass es den„Safety Check“ in Paris aktivierte, aber nicht wenige Stunden zuvor nach einem Bombenattentat in Beirut mit über 40 Toten. Auch beim Anschlag in Istanbul vor ca. einem Monat und beim Anschlag in Ankara im Oktober war er nicht im Einsatz. Ursprünglich hatte Facebook den Sicherheits-Check eher für Naturkatastrophen entwickelt.

Bei dem Anschlag in Ankara sind nach offiziellen Angaben bisher 28 Menschen ums Leben gekommen.