Mertesackers Tor gegen England - reuters

Nach dem positiven Abschluss des Länderspieljahres richtet Fußball-Bundestrainer Joachim Löw den Blick erwartungsfroh auf die Auslosung der WM-Gruppen am 6. Dezember in Brasilien. „Ich fahre jedes Mal mit großer Spannung und Neugier zu einer Auslosung. Das ist nervenaufreibend“, sagte der 53-Jährige nach dem 1:0-Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Dienstagabend in London gegen England. „Man möchte die Gegner wissen – und besonders in Brasilien, wo man spielt.“

In Gedanken und Gesprächen sei er mit seinem Stab „schon alle Gruppen durchgegangen“, berichtete Löw. „Nach der Auslosung nimmt das Ganze wahre Gestalt an, auch für die Spieler, wenn sie wissen, das sind unsere Gegner, das ist unsere Gruppe, das ist der mögliche weitere Turnierverlauf. Dann wird diese WM noch konkreter.“ Die Nationalmannschaft wird ihren ersten WM-Test erst nach einer langen Winterpause am 5. März in Stuttgart gegen Chile bestreiten.

Die deutsche Nationalmannschaft hat gestern ihr letztes Länderspiel des Jahres im Wembley-Stadion gegen Gastgeber England durch einen Kopfballtreffer von Per Mertesacker in der 39. Minute mit 1:0 gewonnen.

Unterdessen stehen faktisch sämtliche Teilnehmer der WM-Endrunde 2014 in Brasilien fest. In den europäischen Play-Offs sicherten sich Kroatien (2:0 gegen Island nach einem 0:0 in Reykjavik), Portugal (3:2 in Stockholm nach einem 1:0 vor einer Woche zu Hause), Frankreich (3:0 gegen die Ukraine nach einem 0:2 im Hinspiel) und Griechenland (1:1 in Bukarest gegen Rumänien nach einem 3:1 im Hinspiel) die letzten Plätze. Als Gruppensieger der Vorrundengruppen waren zuvor bereits Belgien, Bosnien und Herzegowina, Deutschland, England, Italien, die Niederlande, Russland, die Schweiz und Spanien qualifiziert.

Uruguays Rückspiel nur noch Formsache

Auch die Afrika-Play-Offs sind seit gestern beendet. Nachdem bereits am Wochenende Nigeria, die Elfenbeinküste und Kamerun sich ihre Startplätze gesichert hatten, zogen gestern Ghana (1:2 in Ägypten, aber dank eines 6:1 in Accra in der Vorwoche weiter) und Algerien (1:0 gegen Burkina Faso nach einem 2:3 auswärts) nach.

Heute Morgen (MEZ) gewann Mexiko in Neuseeland nach dem 5:1 von vor einer Woche auch das Rückspiel mit 4:2. Das noch ausstehende Rückspiel Uruguays in Montevideo gegen Jordanien (24 Uhr MEZ) ist nach dem 5:0 in der Hinrunde nur noch Formsache.

Weitere Teilnehmer an der WM werden sein: Brasilien (Gastgeber); Australien, Iran, Japan und Südkorea als Fixstarter der Asiengruppe; Argentinien, Chile, Ecuador und Kolumbien aus der Südamerika-Qualifikation sowie Costa Rica, Honduras und die USA aus der CONCACAF-Runde.

Spanien blamiert sich gegen Südafrika

Testspiele der WM-Teilnehmer: Brasilien-Chile 2:1, Honduras-Ecuador 2:2, Argentinien -Bosnien-Herzegowina 2:0, Australien-Costa Rica 1:0, Russland-Südkorea 2:1, Südafrika-Spanien 1:0, Niederlande-Kolumbien 0:0, Österreich-USA 1:0, Belgien-Japan 2:2.

Gibraltar erreichte derweil bei seinem ersten offiziellen FIFA-Länderspiel ein 0:0 in der Slowakei.