Hashem Shaabani setzte sich für die arabische Minderheit ein und kritisierte die iranische Führung. Nun wurde er wegen seiner Arbeit hingerichtet. Dass dies zum 35. Jahrestag der Islamischen Revolution stattfand, ist sicher kein Zufall.

Die 43-Jährige Linksterroristin aus der Türkei habe für die „Revolutionäre Volksbefreiungspartei-/front“ (DHKP-C) insbesondere die Beschaffung von Spenden organisiert, sagte Richter Josef Hoch nach zehnmonatiger Beweisaufnahme. Allein in Deutschland seien mindestens 245.000 Euro für Kämpfer in der Türkei gesammelt worden.

Als „Führungskraft für die Rückfront“ habe die Angeklagte zwischen August 2002 und November 2003 auch Waffentransporte dirigiert und sich an Schulungen beteiligt. Die Frau hatte die Vorwürfe bestritten. Die Verteidigung hatte Freispruch beantragt. Die Bundesanwaltschaft plädierte auf acht Jahre Gefängnis.

Die 1994 in der Türkei gegründete DHKP-C hat laut Anklage das Ziel, den türkischen Staat zu beseitigen. Die Linksextremisten werden unter anderem verdächtigt, hinter den blutigen Bombenanschlägen in der türkischen Grenzstadt Reyhanlı vom Samstag zu stecken. Dabei starben mindestens 49 Menschen. Eine Beteiligung der 43-Jährigen an Anschlägen wurde nicht nachgewiesen.

Auch der DHKP-C Terrorist, der sich Anfang des Jahres vor der amerikanischen Botschaft in Ankara in die Luft sprengte hielt sich längere Zeit in Deutschland auf und reiste vor dem Anschlag von dort illegal in die Türkei ein. (dpa/dtj)