Der Vormarsch im Nordirak könnte den „Islamischen Staat im Irak und in Syrien“ (ISIS) zur reichsten Terrororganisation der Welt gemacht haben. Dies berichtete das Wall Street Journal. Die Einnahme der größten Stadt des Nordiraks, eine Ölquelle an der syrischen Grenze und die Inbesitznahme der Zentralbank von Mossul könnten umgerechnet 425 Millionen US$ in die Taschen der „Djihadisten“ gespült haben. Auch sollen in der besetzten Region von Ninive Bankbestände in Millionenhöhe und und eine große Zahl an Goldbarren in die Hände der Extremisten gekommen sein.

Das wäre in etwa ein Etat in der Größenordnung der Hisbollah, der zwischen 200 und 500 Millionen an Vermögen zugetraut werden, und mehr als etwa die Taliban (zwischen 70 und 400 Millionen US$), die kolumbianische FARC (zwischen 80 und 350 Mio.) oder Al-Shabab in Somalia (70-100 Mio.) ihr Eigen nennen können. Zum Zeitpunkt der Anschläge vom 11. September soll al-Qaida nur über 30 Mio. US$ verfügt haben.

Das Vermögen der Extremisten ist damit höher als die Staatshaushalte vieler kleiner Nationen, wie Nauru, Tonga oder der Marshall-Inseln.