Pünktlich zum Staatsbesuch der britischen Königin Elizabeth II. in Deutschland ist klischeehaft typisch englisches Regenwetter eingezogen – doch es wird diese Woche auch wieder besser. Hoch „Zoe“ verdrängt die Wolken von Tief „Otto“ und lässt die Temperaturen steigen – im Süden wird es dabei sommerlicher als im Norden. „Am Donnerstag kann zumindest im Südwesten Deutschlands die 25-Grad-Marke überschritten werden“, hieß es am Dienstag vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Im kühleren Norden bleiben noch länger Schauer möglich. Im Süden und Westen gibt es mehr Sonnenschein und höhere Temperaturen – am Mittwoch bis 24 Grad, am Donnerstag bis 26 Grad und am Freitag wird es bis zu 29 Grad warm.

„Endlich Regen! Zumindest Landwirte und Gärtner werden gebietsweise aufgeatmet haben“, schrieb der DWD bei Facebook zum fast flächendeckenden Regen von Montag und Dienstag und angesichts eines in weiten Teilen Deutschlands zu trockenen Frühlings.

Auf dem 1141 Meter hohen Brocken im Harz fielen am Dienstag sogar einige Schneeflocken. „Sie bleiben aber nicht liegen“, sagte ein Sprecher der Wetterwarte. Mit zwei Grad Celsius liege die Temperatur noch oberhalb des Gefrierpunkts. Auf Norddeutschlands höchstem Berg sei Schmuddelwetter dieser Art im Juni keine Seltenheit.

Als erstes Bundesland hat das bevölkerungsreichste Nordrhein-Westfalen ab dem kommenden Wochenende Schulferien. An der Nordseeküste zum Beispiel wird deshalb eine erste Reisewelle erwartet. „Bei diesem Wetter bleiben zwar viele Spontanurlauber weg“, sagte Katja Benke von der niedersächsischen Tourismusgesellschaft „Die Nordsee“. Das könne sich auch auf die Auslastung in den Ferienorten auswirken. Viele Urlauber hätten aber weit im Voraus gebucht und sagten nicht wegen schlechten Wetters ab.

Laut wetter.de soll es mindestens bis Mitte Juli hochsommerlich bleiben bei Temperaturen um die 30 Grad. Besonders fastende Muslime werden sich auf diesen Temperaturumschwung einstellen müssen. Während das kühle und milde Wetter an den ersten Tagen des Ramadan das Fasten erleichterte, erfordert der Verzicht auf Nahrung und Wasser an heißen Tagen eine wesentlich größere Anstrengung. (dpa/dtj)