Wegen versuchten Schmuggels radioaktiver Stoffe sind ein Mann und eine Frau aus der Ex-Sowjetrepublik Georgien an einem türkischen Grenzübergang festgenommen worden.

Bei den Verdächtigen seien 1,24 Kilogramm Cäsium sowie 50 Gramm „Rotes Quecksilber“ im Schwarzmarktwert von 2,5 Millionen US-Dollar (2,2 Mio Euro) entdeckt worden, teilten die Behörden in der Hauptstadt Tiflis am Dienstag nach lokalen Medienberichten mit. Auch ein türkischer Komplize sei festgenommen worden.

Die Stoffe werden etwa beim Bau von Kernwaffen verwendet. Wohin oder an wen das Material adressiert war, ist bislang nicht bekannt. Auch die genaue Quelle dessen wurde zunächst nicht genannt.

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 ist die Gefahr von Diebstahl und Schmuggel radioaktiven Materials aus älteren Atomanlagen deutlich gestiegen.