29.06.2018, Belgien, Brüssel: Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt am zweiten Tag des EU-Gipfels an einer Pressekonferenz teil. Die EU-Staaten haben sich bei ihrem Gipfel in Brüssel darauf geeinigt, in der EU geschlossene Aufnahmelager für gerettete Bootsflüchtlinge einzurichten. Foto: Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Stellung zum Terroranschlag auf Moscheen in Neuseeland bezogen. In einem Tweet zitierte Regierungssprecher Steffen Seibert die Kanzlerin mit folgenden Worten:

„Kanzlerin #Merkel: Tief erschüttert verfolge ich die Nachrichten aus #Christchurch. Ich trauere mit den Neuseeländern um ihre Mitbürger, die friedlich betend in ihren Moscheen überfallen + aus rassistischem Hass ermordet wurden. Wir stehen Seite an Seite gegen solchen Terror.“

Merkel´s Zitat auch auf englisch

Denselben Tweet postete Merkel auch auf englisch. Damit bezeichnet Merkel den Akt auch als Terroranschlag. Kanzlerin #Merkel: Tief erschüttert verfolge ich die Nachrichten aus #Christchurch. Ich trauere mit den Neuseeländern um ihre Mitbürger, die friedlich betend in ihren Moscheen überfallen + aus rassistischem Hass ermordet wurden. Wir stehen Seite an Seite gegen solchen Terror.— Steffen Seibert (@RegSprecher) 15. März 2019

Christchurch: Über 40 Muslime wurden getötet

Bei Anschlägen auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch waren mindestens 40 Menschen getötet worden. Örtlichen Medienberichten zufolge hatte ein Mann zunächst in der Al-Noor-Moschee im Stadtzentrum um sich geschossen, wo hunderte Muslime zum Freitagsgebet versammelt waren. Später fielen auch in einer Moschee in einem Vorort von Christchurch Schüsse. Premierministerin Jacinda Ardern sprach von 40 Toten. Außerdem soll es Dutzende Verletzte geben. 

Rechtsextremer Terrorismus

Bei dem Täter in der Al-Noor-Moschee soll es sich um einen Weißen handeln. Der Mann sei gegen 13.45 Uhr neuseeländischer Zeit mit einer automatischen Waffe „reingekommen und habe auf jeden in der Moschee geschossen“, sagte ein Augenzeuge gegenüber neuseeländischen Medien. Andere sprachen von einem „Massaker“ und einem „Blutbad“ vor der Moschee. Inzwischen soll die Polizei drei Männer und eine Frau festgenommen haben. Auch Stunden nach den ersten Schüssen war die Lage weiter unklar.