Die Journalisten- und Schriftstellerstiftung (GYV) - cihan

Die Journalisten- und Schriftstellerstiftung (GYV), deren Ehrenvorsitzender der türkische Gelehrte Fethullah Gülen ist, veröffentlichte am Mittwoch ein Statement auf ihrer Webseite, in der sie in unmissverständlicher Weise Gerüchte zurückweist, die sich offenbar anlässlich der im März 2014 bevorstehenden Kommunalwahlen in den türkischen Medien wiederfanden. Einmal mehr wurde behauptet, dass die Hizmet-Bewegung eine politische Partei zu gründen plane.

Wie bereits zu früheren Gelegenheiten, zu denen die gleiche Behauptung aufgestellt wurde, entbehre diese dem Statement zufolge auch diesmal jedweder Grundlage.

„Hizmet-Bewegung plant nicht, eine politische Partei zu gründen und wird dies auch niemals tun”

„Ähnliche Behauptungen werden wahrscheinlich in den nächsten Wochen zunehmen. Deshalb möchten wir einige Punkte hervorheben: Die Bewegung, die all ihre Energie in ihre Bemühungen für den Frieden in der Türkei und in vielen anderen Ländern der Welt steckt, plant nicht, eine politische Partei zu gründen und wird dies auch niemals tun”, so heißt es im Antwortstatement auf die Gerüchte, die sich in der Türkei verbreiten.

Das Statement besagt, dass es unmöglich für die Bewegung sei, eine politische Partei zu gründen oder eine spezielle Partei zu unterstützen, da die Bewegung über so viele Unterstützer verfüge, die völlig unterschiedliche ideologische Hintergründe aufwiesen.

„Es ist sowohl theoretisch als auch praktisch nicht möglich und kein Gesprächsthema, dass Unterstützer der Hizmet-Bewegung, die verschiedene politische Ansichten haben, eine politische Partei gründen, gründen lassen oder einer bestimmten Partei angehören. Die Bewegung, die keine politischen Ziele verfolgt, würde ihren Sympathisanten lediglich dazu raten, eine politische Haltung bezüglich bestimmter Prinzipien einzunehmen, wie Menschenrechten, Demokratie, Transparenz, Gerechtigkeit, Pluralismus, Rechtsstaatlichkeit und Rede-und Religionsfreiheit”, heißt es weiter im Statement.

Die GYV fügte hinzu, dass es legal und konstruktiv sei, in der Politik aktiv zu sein und dass eine Person, die der Hizmet-Bewegung angehöre, deshalb selbstverständlich auch das Recht habe, in die Politik zu gehen, wenn sie es möchte.